Beziehungen

Verliebt, verwirrt, verschwunden – wie Bindungsvermeidung wirkt

In diesem Blogbeitag findest du heraus:

  • Was Bindungsvermeidung ist und wie du sie im Alltag bei dir und/oder deinem:r Partner:in erkennst.
  • Warum sich emotionale Nähe bedrohlich anfühlen kann.
  • Wie du dich von alten Beziehungsmustern löst, um neue Beziehungserfahrungen zu machen – ohne dich selbst zu überfordern.

Was ist Bindungsvermeidung?

Bindungsvermeidung ist keine Charakterschwäche, sondern eine unbewusste Strategie. Sie entwickelt sich früh in der Kindheit, meist als Reaktion auf wiederholte emotionale Enttäuschung (Bindungstheorie von John Bowlby und Mary Ainsworth). 

Kinder, deren Gefühle nicht gesehen oder beantwortet werden, lernen: “Ich darf mich nicht zeigen, wie ich bin”. Sie zeigen oft wenig sichtbare Emotionen und wirken nach Außen oft strak und unabhängig. Innerlich aber steht ihr Nervensystem unter Hochspannung: Trotz äußerer Ruhe ist ihr Cortisolspiegel erhöht. Das bedeutet ihr Körper reagiert intensiv auf Stress, selbst wenn das Umfeld nichts merkt.

Das Kind zieht daraus einen nachvollziehbaren Schluss: “Nähe ist unsicher. Ich verlasse mich besser auf mich selbst”. Gefühle werden zurückgehalten, Nähe gemieden, die Überzeugung, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann, verfestigt sich. Diese Haltung bleibt oft bis ins Erwachsenenalter bestehen – unbewusst aber wirkungsvoll.

Historischer Kontext: In Deutschland wurde diese „stille Stärke“ lange als positiv und wünschenswert bewertet. Emotionale Selbstständigkeit wurde idealisiert – ein Erbe aus autoritären Erziehungsidealen, das bis heute viele Menschen unbewusst prägt.

Wie sich Bindungsvermeidung im Alltag zeigt

Bindungsvermeidung hat viele Gesichter. Sie zeigt sich oft subtil in kleinen Momenten: 

  • Gerade war da noch diese tiefe Verbindung – und plötzlich ist da nur noch Distanz. – Nach einem besonders schönen Moment, einem tiefen Gespräch oder einem Gefühl von Verbundenheit mit der Partnerin oder dem Partner folgt plötzlich Distanz.
  • Distanz wird begründet – Aussagen wie „Ich brauche viel Zeit für mich“ oder „Ich habe momentan nicht den Kopf für eine Beziehung“ klingen plausibel, dienen aber oft dem Selbstschutz. 
  • Unabhängigkeit als Schutzschild – Sätze wie “Ich will mich nicht in einer Beziehung verlieren” äußern den Wunsch nach Freiheit. Hinter der Angst vor Abhängigkeit steckt oft die Angst vor Verletzlichkeit. 
  • Gefühle bleiben unausgesprochen – Nicht, weil sie nicht existent sind – sondern weil sie sich für den Bindungsvermeidenden bedrohlich anfühlen. 

Psychologischer Hintergrund: Wenn Nähe entsteht, reagiert das Nervensystem wie auf Gefahr. Der Sympathikus wird aktiviert, der Körper geht in Alarmbereitschaft. Das erklärt, warum der Impuls zum Rückzug so stark ist. Mehr erfahren – hier klicken.

Fallbeispiel aus der Praxis:

Anna (26) ist zufrieden mit ihrem Leben, beruflich erfolgreich und hat viele Freunde. In Beziehungen aber zieht sie sich regelmäßig zurück, wenn es ernst wird: „Sobald ich jemanden kennenlerne, habe ich Angst, meine Freiheit zu verlieren.“. Nach anfänglicher Verliebtheit überkommt sie oft ein Gefühl der Angst – ihr Partner spürt Distanz, Anna spürt Panik.

Dieses Verhalten ist typisch für bindungsvermeidene Menschen:
Nähe wird als Belastung empfunden – nicht, weil sie keine Nähe wollen, sondern weil sie gelernt haben, dass Nähe Unsicherheit bedeutet, obwohl eigentlich das Gegenteil der Fall ist. 

Wenn Nähe triggert – typische Muster erkennen

Nähe? Ja, aber nur mit Sicherheitsabstand.

In der Theorie klingt es einfach: Eine gesunde Beziehung, Nähe, Vertrauen, sich fallenlassen. In der Praxis sieht es aber oft anders aus. Besonders, wenn alte Bindungsmuster im Hintergrund ablaufen – ohne dass man es gleich merkt.

Typisch für Menschen mit vermeidendem Bindungsstil: Sie wollen Nähe, aber sobald es ernst wird, springt ihr inneres Schutzprogramm an: 

  • Die andere Person wird plötzlich „zu viel“.
  • Verbindlichkeit erzeugt Enge und den Wunsch nach Distanz.
  • Dinge, die eben noch schön waren, wirken bedrohlich. 

Innere Überzeugungen sabotieren deine Beziehung – unbewusst

Innere Überzeugungen sind tief in unserem Unterbewusstsein verwurzelt, deswegen bemerken wir gar nicht, dass sie da sind:.

  • “Wer sich anderen öffnet, wird verletzt”.
  • “Schwäche zu zeigen ist bedürftig”.
  • “Jemanden zu vertrauen, macht mich angreifbar”.
  • “Ich verliebe mich nur, wenn es aussichtslos ist”.

Diese Sätze wirken wie Wahrheiten. Tatsächlich sind sie alte Selbstschutzstrategien. Entstanden aus Erfahrungen, nicht aus Fakten. 

Dating-Apps & Bindungsvermeidung

Swipen, Matchen, Ghosten: Dating-Apps machen es leicht, sich nicht festzulegen. Besonders für Menschen mit einem vermeidenden Bindungsstil. Die Auswahl scheint grenzenlos. Wer Nähe meidet, findet dort die perfekte Ausrede: “Es hat einfach nicht gepasst”.

Typische Gedanken: 

  • “Ich habe gerade keinen Kopf für etwas Festes” 
  • “Es hat sich irgendwie nicht richtig angefühlt”. 
  • “Ich brauch erstmal Abstand und Zeit für mich”. 

Und ein paar Minuten später ist die App wieder offen.

Studienlage: Laut Psychology Today nutzen viele mit vermeidendem Bindungsstil Apps nicht zur Partnersuche – sondern zur Ablenkung. Es geht nicht um Verbindung, sondern um Kontrolle.

Impulse zur Reflektion – Frage dich…:

  • Nutzt du die App aus echtem Interesse – oder um dich abzulenken?
  • Lässt du dich bewusst auf andere Menschen ein – oder suchst du nur nach einem kurzen “Nähe-Kick”, der genauso schnell wie er begonnen hat wieder endet?

Was hilft, wenn Nähe dich triggert

  1. Ehrlich hinschauen
    Frag dich:
    Wann ziehe ich mich zurück?
    Was genau macht mir Angst?
    Welche Situationen lösen den Alarm aus, mich zurückziehen zu wollen?

  2. Selbstmitgefühl statt Selbstkritik
    Bindungsvermeidung ist eine Schutzstrategie, kein Fehler. Du hast getan, was dir möglich war. Jetzt darfst du Neues ausprobieren.

  3. Sicherheit entsteht im Nervensystem
    Körperorientierte Ansätze helfen:
    Atemtechniken
    Somatic Experiencing
    Meditation
    Das Ziel: Dein System beruhigt sich. Dann wird Nähe weniger bedrohlich.
  4. In Beziehungen lernen
    Nichts heilt Bindungsangst allein im Kopf. Heilung entsteht durch echte Verbindung. In Gesprächen, in kleinen Momenten von Vertrauen. Schritt für Schritt.

Hilfe annehmen
Therapie oder Online-Kurse sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Mut. Besonders bindungsorientierte Ansätze können hilfreich sein.

Fazit

Bindungsvermeidung bedeutet nicht, dass du beziehungsunfähig bist. Sie bedeutet: Du schützt dich.  Und dieser Schutz darf sanfter und liebevoller werden. Was in früheren Beziehungen sinnvoll war, steht heute vielleicht unbewusst im Weg. Doch das Gute ist: Bindungsmuster müssen kein fester Bestandteil deiner Persönlichkeit sein. Sie lassen sich verstehen – und verändern.

Wenn du dich wiedererkennst: Du musst das nicht allein schaffen.

In der Stefanie Stahl Akademie findest du Impulse, Kurse und Austausch – für deinen Weg hin zu einem sicheren Bindungsstil.

Hier geht’s zum Online-Kurs: “Bindungsangst überwinden”. Oder lies das Buch „Jein!“  von Stefanie Stahl– ein ehrlicher, gut verständlicher Einstieg in das emotionale Hin und Her zwischen Nähe und Rückzug.

Selbstwert stärken: Wie du beziehungsstärker wirst

Warum selbstbewusste Menschen beziehungsstärker sind

Hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen scheinbar mühelos harmonische Beziehungen führen, während andere ständig in Konflikte geraten oder sich unter Druck fühlen? Ein Grund dafür ist oft das Selbstwertgefühl.

Wer sich selbst als wertvoll betrachtet, kann seine eigenen Bedürfnisse besser erkennen und kommunizieren – und das wirkt sich unmittelbar auf die Qualität der Beziehung aus. Ob in der Partnerschaft, in Freundschaften oder am Arbeitsplatz: Ein starker Selbstwert macht dich beziehungsstärker und hilft dir, langfristig erfüllende Verbindungen aufzubauen.  

Selbstwert: Das unsichtbare Fundament für gesunde Beziehungen

Der Selbstwert ist wie das Fundament deines seelischen Hauses. Wenn es stabil gebaut ist, hält es Stürmen stand. Fällt eine kritische Bemerkung deines Gegenübers, weißt du, sie ist nicht gleichbedeutend mit einem Angriff auf deine Person. Doch wenn das Haus brüchig ist, gerät alles ins Wanken. Ist dein Selbstwert also angeknackst, empfindest du schon kleine Konflikte als Bedrohung. 

In der Entwicklungspsychologie (z.B. Erik H. Erikson) wird betont, dass frühe Bindungserfahrungen unser Selbstkonzept prägen. Fühlten wir uns in der Kindheit wertgeschätzt und respektiert, entwickeln wir eher ein stabiles Selbstwertgefühl. Umgekehrt können Vernachlässigung oder übermäßige Kritik zu dauerhafter Unsicherheit führen. Dieses Grundgefühl nehmen wir mit ins Erwachsenenleben – und damit auch in unsere Beziehungen.

Tipp: Denke an eine Situation, in der du dich unsicher gefühlt hast. Welche Gedanken oder Gefühle kamen hoch? Genau hier zeigt sich oft der Einfluss deines Selbstwerts. 

Gelassenheit: Warum Selbstvertrauen Beziehungen erleichtert

Ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl befähigt dich, in Konfliktsituationen gelassen zu bleiben. Menschen mit hohem Selbstvertrauen sind weniger abhängig von externer Bestätigung und bleiben so in schwierigen Gesprächen oder Situationen ruhiger. 

  • Beispiel: Stell dir vor, du gerätst mit deinem Partner in einen Streit über Finanzen oder Alltagsentscheidungen. Bist du innerlich gefestigt, . W reagierst du eher  lösungsorientiert statt panisch. Paare, die sich gegenseitig mit Gelassenheit begegnen, eskalieren weniger und sind langfristig zufriedener. 

Kurz gesagt: Ein stabiles Selbstwertgefühl mindert die Angst, durch einen Konflikt alles zu verlieren. Konflikte werden so zu Chancen für Wachstum, anstatt als Bedrohung wahrgenommen zu werden. 

Grenzen setzen: „Nein“ sagen ohne schlechtes Gewissen

Viele Menschen sagen “Ja”, obwohl sie eigentlich “Nein” meinen. Das führt langfristig zu Frust und innerem Druck. Ein gesundes Selbstwertgefühl erlaubt es dir, deine Grenzen zu erkennen und zu verteidigen – ohne dich schuldig zu fühlen. 

  • Warum fällt das oft schwer?
    Häufig haben wir in der Kindheit gelernt, uns anzupassen, um Liebe oder Anerkennung zu bekommen. Dieser Mechanismus führt im Erwachsenenalter dazu, dass wir keine klaren Grenzen ziehen. 

Tipp: Beginne im Kleinen. Sage bewusst “Nein”, wenn du etwas nicht möchtest – etwa wenn ein Kollege dich um einen Gefallen bittet, du aber ohnehin schon überlastet bist. Jeder Schritt in Richtung Abgrenzung stärkt dein Selbstbewusstsein. 

Authentizität: Der Schlüssel zu tiefen Verbindungen

Authentische Menschen strahlen Vertrauen aus – sie müssen sich nicht verstellen, um gemocht zu werden. Das wirkt anziehend auf andere und ermöglicht tiefere, ehrlichere Beziehungen. Psychologisch betrachtet (u.a. Carl Rogers) ist diese Echtheit (Kongruenz) ein Grundpfeiler für gelingende zwischenmenschliche Beziehungen. Wer ehrlich zu sich und anderen ist, schafft eine Atmosphäre der Offenheit.

Tipp: Überlege, wann du dich bei einem Menschen besonders wohl fühlst. Frage dich: Warum fühlst du dich so wohl? Wahrscheinlich, weil du das Gefühl hast, du darfst so sein, wie du bist – ohne ständige Selbstzensur oder Angst vor Kritik. 

Konflikte als Chance statt als Bedrohung

Konflikte gehören zum Leben und lassen sich kaum vermeiden. Die Frage ist, wie du damit umgehst.  Wer einen starken Selbstwert besitzt, sieht im Konflikt eine Gelegenheit, die Beziehung zu verbessern, statt eine Gefahr, die sie zerstören könnte.

Forschung zum “Growth Mindset” (Carol Dweck) zeigt, dass Menschen, die Probleme als Wachstumschance betrachten, resilienter und erfolgreicher sind – im Job wie in der Liebe.  

Gleichgewicht: Geben und Nehmen in Beziehungen

Eine gesunde Beziehung beruht auf Ausgewogenheit – beide geben und nehmen in einem fairen Verhältnis. . Mit einem starken Selbstwert vermeidest du zwei Extreme:

  • Aufopferung: Alles für den anderen zu tun und sich selbst aufzugeben
  • Egostandpunkt: Nur die eigenen Bedürfnisse zu priorisieren, ohne Rücksicht auf den Partner. 

Beispiel: Ein Paar, das immer wieder streitet, weil eine Seite sich ausgenutzt fühlt, kann enorm profitieren, wenn beide an ihrem Selbstwert arbeiten. Sie lernen, Kompromisse zu schließen und die Beziehung auf Augenhöhe zu führen. 

Dein Weg zu stärkeren Beziehungen

Möchtest du deinen Selbstwert stärken und damit auch deine Beziehungen stärken? Dann ist der Online-Kurs „Beziehungen auf Augenhöhe führen“ von Stefanie Stahl ist genau das Richtige für dich. Hier lernst du, deine Beziehungsmuster zu verstehen und tiefgreifend zu verändern. Du erfährst beispielsweise: 

  • Wie du deinen Selbstwert systematisch aufbaust
  • Welche Glaubenssätze dich unbewusst steuern
  • Wie du authentisch kommunizierst, auch in Konfliktsituationen 
  • Wie du Grenzen setzt, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
  • Wie du langfristig erfülltere Beziehungen in allen Lebensbereichen lebst. 
  • Praktische Übungen, die du direkt in deinem Alltag umsetzen kannst, machen aus diesem Kurs mehr als reine Theorie. Starte jetzt deinen Weg zu einem starken Selbstwert – und entdecke, wie sich dadurch dein ganzes Beziehungsleben positiv verändert.  

Jetzt für den Onlinekurs “Beziehungen auf Augenhöhe” anmelden! 

Fazit: Selbstbewusstsein als Schlüssel zu starken Beziehungen

Ein starkes Selbstwertgefühl ist das Herzstück jeder erfüllten Beziehung.  Wer sich selbst mag und respektiert, kann authentisch auftreten, ohne ständig nach Anerkennung zu streben oder Angst vor Ablehnung zu haben. Dadurch entsteht eine Atmosphäre der Offenheit und Ehrlichkeit, in der Konflikte konstruktiv gelöst und Wünsche klar formuliert werden können. 

Starte noch heute, an deinem Selbstwert zu arbeiten – sei es durch Selbstreflektion, kleine “Nein”-Übungen oder die Unterstützung unseres Kurses. Auf lange Sicht wirst du feststellen: Wenn du dich selbst stärker wahrnimmst, wird jede Beziehung in deinem Leben – von deiner Partnerschaft bis hin zur Freundschaft – an Tiefe und Stabilität gewinnen.  Du bist es wert, echte und  beziehungsstarke Bindungen einzugehen! 

Beziehungspflege zur Weihnachtszeit

Weihnachtszeit: Stressfaktor oder Beziehungsbooster?

Zwischen Geschenkekauf, Familienbesuchen und Essensvorbereitungen wird die besinnliche Zeit schnell zum Marathon. Statt Nähe gibt es Diskussionen, statt Freude eher Erschöpfung. Laut der YouGov-Studie entstehen Konflikte besonders oft durch:

  • Ablauf/Organisation der Weihnachtstage (34%)
  • Generelle Beziehungsprobleme (25%)
  • Aufgabenverteilung während der Weihnachtstage (19%)
    (Gefühlte)
  • Benachteiligung/ Bevorzugung (18%)
  • Weihnachtsessen (15%)

Doch genau hier liegt die Chance: Weihnachten bietet den perfekten Anlass, sich bewusst auf das Wesentliche zu besinnen. Es sind nicht die perfekt gedeckten Tische oder die teuersten Geschenke, die uns in Erinnerung bleiben. Es sind die ehrlichen, kleinen Momente – ein gemeinsames Lachen, eine liebevolle Umarmung, ein tiefes Gespräch.

Drei psychologische Tipps für eine harmonische Weihnachtszeit

So kann das Weihnachtsfest gelingen

Ein gelungenes Weihnachtsfest entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch echte Verbindung. Wenn ihr euch bewusst Zeit füreinander nehmt, eure Erwartungen teilt und kleine Gesten der Zuneigung schenkt, wird Weihnachten zu einer Zeit, die euch noch lange in Erinnerung bleibt

Macht die Weihnachtszeit zu einer Zeit der Liebe und Nähe – für euch, für eure Familie, für die Menschen, die euch wichtig sind. Und vergesst nicht: Es sind die kleinen Momente, die das Leben groß machen.

Bindungsangst verstehen und bewältigen

Was ist Bindungsangst – und wie wirkt sie sich aus?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Bindungsangst keine klinische Diagnose ist, sondern eine emotionale Herausforderung, die das eigene Leben und Beziehungen stark beeinflussen kann. Wenn du Bindungsangst hast, fällt es dir schwer, die Nähe zuzulassen, die du dir eigentlich wünschst. Das kann dich belasten – aber auch deine Partnerin oder deinen Partner.

Typische Äußerungen wie „Warum lässt du mich nicht näher an dich heran?“ oder „Ich weiß nicht, wo ich mit dir stehe“ zeigen, dass Bindungsangst nicht nur die Beziehung erschwert, sondern auch bei deinem Gegenüber Frustration und Enttäuschung auslösen kann. Besonders dann, wenn die Beziehung ernster wird, ziehen sich viele Betroffene zurück.

Erkennen von Bindungsangst: Was geschieht in deinen Beziehungen?

Bindungsangst zeigt sich oft in Mustern, die du vielleicht aus deinen eigenen Beziehungen kennst:

Intensiver Start, plötzlicher Zweifel: Zu Beginn einer Beziehung ist alles aufregend und leidenschaftlich. Doch mit der Zeit fühlst du dich eingeengt und fragst dich, ob es wirklich die richtige Beziehung ist. Der Rückzug beginnt.

Kreislauf auf Nähe und Distanz: Dein Partner sucht Nähe, du suchst Abstand. Dieses Wechselspiel ist anstrengend und belastend – für beide Seiten.

On-Off-Dynamik: Beziehungen voller Dramen, Eifersucht und häufigem Trennen und Wiederfinden können ein weiteres Zeichen sein.

Emotionale Distanz: Du bist in einer Beziehung, hältst aber bewusst einen emotionalen Abstand, der echte Nähe verhindert.

Wie sich Bindungsangst auf dich auswirkt?

Bindungsangst zeigt sich nicht nur in deinem Verhalten, sondern auch in deinen Gefühlen, Gedanken und deinem Körper.

Gefühle: Du erlebst extreme Schwankungen zwischen Leidenschaft, Freude, Panik und Leere.

Körperliche Symptome: Schlaflosigkeit, ein Engegefühl in der Brust oder anhaltende innere Anspannung sind häufige Begleiter.

Gedanken: Du grübelst, suchst nach Ablenkung oder hinterfragst ständig, ob mit dir etwas nicht stimmt.

Verhalten: Du ziehst dich zurück, suchst Abstand oder reagierst destruktiv, obwohl du es nicht willst.

 

Wie du mit Bindungsangst überwinden kannst

Bindungsangst kann Wohlbefinden und deine Beziehungen erheblich belasten. Doch es gibt Wege, damit umzugehen und sie zu überwinden: In der Stefanie Stahl Akademie bietet der Online-Kurs “Bindungsangst überwinden” dir Unterstützung, um die Ursachen deiner Ängste zu verstehen, destruktive Muster zu durchbrechen und gesunde Beziehungsdynamiken zu entwickeln. Du lernst, Nähe zuzulassen, ohne dabei deine Autonomie zu verlieren, und findest einen Weg zu erfüllenden Beziehungen.

Warum die Antwort auf die Suche nach Liebe oft in uns selbst liegt

Deine ganz persönlichen Werte

Das Gefühl der Verliebtheit ist mitunter eines der schönsten, die es gibt. Angenommen, du lernst jemanden in einer Bar kennen, ihr unterhaltet euch und du bist nach den ersten paar Minuten sehr angetan. Ihr verabredet euch zu einem ersten Date, schreibt davor eine Zeit und dann ist der Tag gekommen. Du stehst vor deinem Kleiderschrank, um dich von deiner schönsten Seite zu präsentieren, trägst dein liebstes Parfüm und deine Nervosität bringt dich fast um den Verstand.

Im Verlauf des Dates verblasst jedoch die anfängliche Aufregung, und du beginnst dich zu fragen: „Was ist der Grund dafür?“ Es könnte sein, dass die emotionale Anziehung nicht vorhanden ist, dass die Chemie zwischen euch nicht stimmt oder dass bereits während eures ersten Gesprächs deutliche Unterschiede in euren Wertvorstellungen erkennbar werden.
In solchen Momenten wird deutlich, wie wichtig es ist, dass du dir deiner Werte bewusst bist – Nicht nur deiner moralischen oder ethischen Werte, sondern deiner ganz persönlichen. Es wird sich lohnen, wenn du dich fragst: Was für ein Leben möchtest du leben, damit es sich für dich persönlich richtig und stimmig anfühlt? Wofür soll dein Leben stehen? Wie möchtest du dein Leben gestalten? Was ist dir wichtig in deinem Leben? Diese Fragen können dir dabei helfen, deine eigenen Wertvorstellungen zu klären und zu verstehen, welche Aspekte dir in einer Partnerschaft besonders wichtig sind.

Wisse, was du (wirklich) willst

Aber wie weiß man, was man wirklich will und was nicht? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Denn nicht selten lassen wir uns von gesellschaftlichen Idealen oder von den Wertvorstellungen anderer leiten. Manchmal übernehmen wir unbewusst die Werte unserer Eltern oder unseres Partners. Sich dessen bewusst zu werden, gehört mitunter zu den schwierigsten Aufgaben des eigenen Lebens. Ein erster Schritt ist, sich bewusst zu machen, was man nicht möchte. Schließe dafür die Dinge aus, die nicht zu dir passen oder dir nicht gut tun. Schon allein dadurch wirst du ein deutlich klareres Bild davon haben, was du wirklich willst.

Um letztlich herauszufinden, wer der Mr. Right/die Mrs. Right für unser Leben ist, sollten wir nicht nur wissen, wer uns ein Verliebtheitsgefühl verschaffen kann und uns in Momentaufnahmen glücklich macht, sondern mit wem wir die gleichen (Wert)Vorstellungen vom Leben teilen.

Die Auseinandersetzung mit den eigenen Werten fällt Menschen, die sich zu sehr nach außen und an anderen orientieren, oft schwer. Sich für diesen Prozess Zeit zu nehmen und Geduld mit sich selbst zu haben, ist daher von besonderer Bedeutung. Plane dir dafür also am besten bewusst Zeit ein, um in Ruhe über deine eigenen Bedürfnisse, Werte und Ziele nachzudenken.

Mithilfe deiner Werte den Richtigen/die Richtige finden

Es mag banal erscheinen: Sprich mit dem Partner über deine persönlichen Werte! Stell dir vor, du bist mit jemandem verabredet und fragst ihn oder sie „Was bedeutet Freundschaft für dich?“ oder „Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr sterben wirst, würdest du dein Leben verändern? Warum?“ (Tip: Die 36 Fragen zum Verlieben)

Durch solche Gespräche erfährst du nicht nur mehr über die Werte deines Dates, sondern auch über die eigenen Werte. Ebenso wichtig ist es, darüber nachzudenken, wie diese Werte bisher gelebt wurden und wie sie heute gelebt werden.

Laut einer aktuellen Umfrage in Deutschland, durchgeführt von Statista und Consumer Insights Global, bei der die wichtigsten Werte und Aspekte im Leben der Menschen ermittelt wurden, stehen Ehrlichkeit (41%), Sicherheit (42%)  und eine glückliche Beziehung (54%) ganz oben auf der Liste der wichtigsten Werte. Ein weiterer Ansatz ist, die eigenen Werte bewusst in das Date-Erlebnis einzubringen und im Handeln zu demonstrieren. Wer authentisch ist und seine Werte im Alltag lebt, zieht potenzielle Partner*innen mit ähnlichen Wertvorstellungen an. Es kann sich daher lohnen, Partner*innen dort zu suchen, wo sich Werte oder Interessen decken. Vielleicht gehst du regelmäßig zu einem Sportkurs und siehst dort jemanden, der dir auf Anhieb gefällt. Trau dich und sprich ihn/sie an, denn eine Gemeinsamkeit teilt ihr ja bereits.

In einer glücklichen Beziehung kann es natürlich auch einmal zu unterschiedlichen Vorstellungen im alltäglichen Leben kommen. Selbstverständlich hat jeder Mensch das Recht auf eine eigene Meinung, niemand ist deckungsgleich, auch ist das nicht das Ziel im Prozess, den richtigen Partner/die richtige Partnerin fürs Leben zu finden. Verschiedene Interessen, Talente, Passionen und Ansichten bieten schließlich auch immer eine Quelle von Neugier und Weiterentwicklung seiner selbst. Unterschiedliche Ansichten sind also noch lange kein Grund, die Beziehung hinzuschmeißen. Im Gegenteil: Hört einander zu, lernt voneinander, zeigt Interesse an unterschiedlichen Ansichten. Wenn die Basis gleicher Wertvorstellungen vom Leben erst einmal stabil gefunden wurde, dann lassen sich ganz bestimmt auch Lösungen für Meinungsverschiedenheiten finden, ohne sich verbiegen zu müssen. Stell dir zum Beispiel zwei Partner*innen vor, die unterschiedliche Wünsche ihrer Freizeitgestaltung in die Beziehung einbringen. Auch wenn das zunächst einmal schwierig klingt, können sie Wege finden, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsame Aktivitäten zu planen, die beiden zugutekommen und die Beziehung stärken.

Hast du das Gefühl, dass du den richtigen Partner/die richtige Partnerin noch nicht gefunden hast? Oder bist du einfach neugierig, wie du ihn/sie finden wirst?

Der neue Online-Kurs “Wie finde ich den Richtigen/die Richtige?” richtet sich an alle, die bisher auf der Suche nach einer erfüllenden Beziehung auf Probleme gestoßen sind. Es liegt in deiner Hand!

Red Flags erkennen: Bin ich in einer toxischen Freundschaft?

Ab wann ist eine Freundschaft toxisch?

Toxisch heißt generell, dass etwas schädlich ist. In zwischenmenschlichen Beziehungen verwendet man den Begriff für Menschen, die andere durch ihr Verhalten permanent schädigen. Das kann bewusst oder unbewusst passieren. Toxisch ist ein starkes Wort, das in den Medien geradezu inflationär genutzt wird. Weniger polarisierend kann man auch einfach von ungesunden Freundschaften sprechen. Und wie erkennt man nun, dass man sich in so einer Freundschaft befindet? Hinweise auf eine ungesunde Freundschaft können die folgenden sein:

Übermäßige Kritik und Abwertungen: Ständige negative Kommentare und Kritik, die das Selbstwertgefühl untergraben, statt es zu fördern. Oft verrät diese Kritik mehr über den Zustand des oder der Kritiker:in als über den der kritisierten Person. Wenn eine Person einen geringen Selbstwert hat, kann sie sich auch schneller angegriffen fühlen. So kann es vorkommen, dass Menschen in eine Verteidigungsposition geraten und andere herabsetzen, um sich selbst besser zu fühlen.

Manipulation und Kontrolle: Versuche, das Verhalten oder die Entscheidungen des Freundes zu kontrollieren, oft versteckt hinter der Maske der Fürsorge, zum Beispiel durch die Erzeugung von Schuldgefühlen, um Verhaltensweisen oder Zugeständnisse zu erzwingen. Eine Form der Kontrolle ist auch der Versuch, die Freundin oder den Freund von anderen wichtigen Beziehungen oder sozialen Kreisen zu isolieren.

Ungleichgewicht im Geben und Nehmen: Eine Seite gibt ständig, während die andere hauptsächlich nimmt. Besonders deutlich kann das in emotional belastenden Zeiten werden. Dabei fordert die Person viel Unterstützung, wenn es ihr schlecht geht. Gleichzeitig schafft die Person es nicht, die Bedürfnisse der Freund:in zu sehen.

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5 Fragen, um deine Freundschaft zu reflektieren

Wie fühlst du dich nach Gesprächen mit dieser Person?

Wenn du dich nach Gesprächen oft schlechter fühlst, kann das ein Hinweis sein, dass dir die Beziehung nicht gut tut. Gute Gespräche sollten in der Regel ein angenehmes Gefühl hinterlassen und dich nicht entmutigen.

Kannst du offen und ehrlich deine Meinungen und Gefühle in dieser Freundschaft äußern?

In einer gesunden Freundschaft sollte es möglich sein, Gedanken und Gefühle frei zu teilen, ohne zu viel Angst vor einem Urteil zu haben. Fühlst du dich zurückgehalten, weil du Kritik oder Abwertung fürchtest, kann das auf eine ungesunde Dynamik hindeuten. Es ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, dass unsere Emotionen anerkannt und bestätigt werden. Wenn dies wiederholt nicht geschieht, kann das zu Unsicherheit führen und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung untergraben.

Wie unterstützt dich diese Person in schwierigen Zeiten und welche Erwartungen hat sie, wenn sie selbst Unterstützung benötigt?

Diese Frage betrachtet das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen. In einer ausgeglichenen Freundschaft sollten sich beide Seiten in ihren Bedürfnissen und Interessen berücksichtigt fühlen. Dabei kann es natürlich Zeiten geben, in denen ein Ungleichgewicht herrscht, zum Beispiel wenn die Freund:in eine schwere Zeit durchmacht. Wichtig ist, dass dies nicht der Dauerzustand ist.

Wie reagiert dein Freund oder deine Freundin, wenn du Grenzen setzt oder ‚Nein‘ sagst?

Wenn dein Freund oder deine Freundin negativ oder mit Druck reagiert, wenn du Grenzen setzt, kann das ein Warnzeichen sein. Das Setzen der eigenen Grenzen ist ein wichtiger Bestandteil jeder Beziehung. Voraussetzung dafür ist, dass du deine eigenen Grenzen kennst und sie auch kommunizieren kannst. Das ist gar keine so leichte Aufgabe.

Hast du schon einmal versucht, Bedenken anzusprechen?

Kommunikation ist essentiell, und viele Freundschaften können wachsen und sich verbessern, wenn Probleme offen angesprochen werden. Eine gesunde Freundschaft ermöglicht es, Probleme zu thematisieren, ohne dass die Beziehung Schaden nimmt. Dabei spielst du eine genauso große Rolle wie deine Freundin oder dein Freund: Spreche Bedenken offen und konkret an, ohne die Schuld komplett auf die andere Person zu legen.

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Wieso halten wir an Freundschaften fest, die uns nicht guttun?

Um zu verstehen, wieso wir manchmal an ungesunden Freundschaften so lange festhalten, müssen wir erstmal verstehen, wie eine Freundschaft überhaupt entsteht. Wir verbringen tendenziell am liebsten Zeit mit anderen Menschen, die unsere Interessen teilen, in einer ähnlichen Lebensphase sind, mit denen wir uns gegenseitig unterstützen können und mit denen wir Werte und Prinzipien teilen. Eine Freundschaft kann aber auch ganz einfach aus dem Grund entstehen, weil wir viel Zeit mit der Person verbracht haben und sie uns vertraut geworden ist. In der Psychologie wird dieses Phänomen “Mere Exposure Effekt” genannt. Wir mögen also die Menschen mehr, mit denen wir auch mehr Zeit verbringen.

Wenn man dann einmal befreundet ist, fällt es oft gar nicht mehr so leicht, sich davon zu lösen. Viele Menschen fürchten die Einsamkeit oder sind unsicher, ob sie alleine zurechtkommen würden. Ein unsicherer Bindungsstil kann zudem begünstigen, dass toxische Verhaltensweisen akzeptiert werden. Aus Angst vor Verlust gehen wir über unsere eigenen Grenzen.

In langjährigen Freundschaften kann auch die Gewohnheit eine große Rolle spielen. Wir erinnern uns an die guten alten Zeiten und das Gefühl, das diese Freundschaft einst auslöste. Manchmal erkennen wir auch gar nicht, dass eine Freundschaft mehr schadet als nützt, besonders wenn die toxischen Muster subtil sind oder sich langsam entwickeln.

Es kann hilfreich sein, die Funktion einer solchen Beziehung zu hinterfragen. Unsere Psyche hält oft aus Gründen an etwas fest, die einmal sinnvoll waren, aber möglicherweise nicht mehr aktuell sind. In solchen Fällen könnte es notwendig sein, ein „Update“ zu geben, um loszulassen und sich weiterzuentwickeln. Ungesunde Freundschaften können also aus verschiedenen Gründen entstehen und bestehen bleiben, oft getrieben durch vermeintliche Abhängigkeiten.

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Umgang mit ungesunden Freundschaften

Wenn wir merken, dass eine Freundschaft uns nicht gut tut, sollten wir handeln. Das kann bedeuten, die Freundschaft zu beenden. Es kann aber auch ein erster Schritt hin zu einer gesünderen Freundschaft sein. Manchmal ist eine Freundschaft es wert, ihr die Möglichkeit zum Wachsen zu geben. Dabei geht es darum, die eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren. Trifft das wiederholt auf Abwehr, bleibt meist nur noch der Rückzug und damit der Selbstschutz.

Bei sich bleiben: Es ist wichtig, in der eigenen Wahrheit zu verbleiben. Vermeide es, in einer Wutreaktion zu handeln, da dies oft zu Aussagen führen kann, die du später bereuen könntest. Wichtig ist hier auch immer ein Perspektivwechsel: Wie nimmt denn die andere Person die Situation wahr? Stelle sicher, dass du die andere Person fair behandelst. Gib ihr die Möglichkeit, ihre Sichtweise darzulegen, und versuche, ein gegenseitiges Verständnis zu erreichen.

Konflikte ansprechen: Viele Menschen vermeiden Konflikte, weil sie befürchten, die Situation könnte sich verschlimmern. Doch das Gegenteil ist meistens der Fall: durch das Verschweigen von Problemen werden diese oft größer. Mit jeder sich wiederholenden Situation, in der das Problem unangesprochen bleibt, kann sich der eigene Ärger verstärken. Denn während du ständig auf das Problem fokussiert bist, ist sich deine Freundin dessen möglicherweise gar nicht bewusst. Wenn du deine Gefühle und Beobachtungen nicht teilst, kann die andere Person nicht wissen, dass sie eine Grenze überschritten hat.

Kommunikation: Sei offen und ehrlich in deinen Gesprächen. Erkläre konkret, welche Verhaltensweisen du als problematisch empfindest und warum. Dies hilft der anderen Person zu verstehen, was nicht funktioniert.

Selbstreflexion: Überprüfe regelmäßig, wie du dich in der Freundschaft fühlst. Frage dich selbst, was du von der Beziehung erwartest und ob diese Erwartungen erfüllt werden.

Schluss machen: Es erfordert Mut, sich einzugestehen, dass es manchmal notwendig ist, auch in Freundschaften „Schluss zu machen“. Wenn zu viele Grenzen überschritten wurden und auch eine offene Kommunikation keine Lösung scheint, kann eine Trennung der richtige Weg sein. Es ist verständlich, dass viele Menschen Angst davor haben, diesen Schritt zu gehen, insbesondere aus der Sorge heraus, allein dazustehen. Doch das Positive an einer solchen Entscheidung ist, dass sie dir die Möglichkeit gibt, deine Energie und Aufmerksamkeit wieder auf den Aufbau neuer, erfüllender Freundschaften zu lenken.

Wie mache ich mit Freund:innen Schluss?

Wenn du dich entschieden hast, dass die Freundschaft nicht mehr tragbar ist, bleibt als letzter Schritt die Trennung selbst. Das ist oft gar nicht so anders als in einer Liebesbeziehung und es gibt gewisse Punkte, die du beachten solltest:

Klarheit über die Gründe: Sei dir selbst klar darüber, warum du die Freundschaft beenden möchtest. Dies hilft dir, konsequent zu bleiben und nicht unter Druck nachzugeben.

Nicht im Affekt handeln: Vermeide es, in einem emotional aufgeladenen Moment Schluss zu machen. Plane das Gespräch für einen Zeitpunkt, an dem du ruhig und gesammelt bist.

Offen und ehrlich kommunizieren: Sei ehrlich über deine Gefühle und die Gründe für das Ende der Freundschaft, ohne beschuldigend oder verletzend zu sein.

Abschied nehmen: Ein respektvolles und klares Ende kann beiden Seiten helfen, den Abschluss zu finden und weiterzugehen.

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Wie schütze ich mich vor toxischen Freundschaften?

Um sich vor toxischen Freundschaften zu schützen, ist ein gesundes Selbstwertgefühl wichtig. Ein klares Bewusstsein der eigenen Stärken und Werte kann helfen, sich selbst zu vertrauen. Wer in sich selbst Vertrauen setzt, ist weniger anfällig für einseitige Abhängigkeiten.

Ebenso wichtig ist es, sich der eigenen Bedürfnisse und Grenzen bewusst zu sein. Dies ermöglicht es, Beziehungsmuster, die als Warnsignale (sogenannte „Red Flags“) dienen könnten, frühzeitig zu erkennen. Wenn wir genau wissen, was wir von einer Freundschaft erwarten und was wir nicht tolerieren, können wir schneller und entschiedener handeln, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden.

Darüber hinaus kann eine Reflexion über eigene Bindungserfahrungen helfen, sich selbst besser zu verstehen. Viele Menschen neigen dazu, in ihren Beziehungen Muster aus der Vergangenheit zu wiederholen. Indem man seine früheren Beziehungserfahrungen und deren Einfluss auf das eigene Verhalten in Freundschaften reflektiert, kann man zum Beispiel eine zu hohe Toleranz gegenüber ungesunden Verhaltensweisen erkennen. Das ist der erste Schritt zur Veränderung.

Im Grunde geht es vor allem darum, unsere eigenen Bedürfnisse zu kennen und wahrzunehmen, damit wir unsere Grenzen entsprechend setzen können.

Selbstwert endlich leben!
Der kostenfreie LIVE Online-Workshop mit Stefanie Stahl

Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski laden dich zu ihrem exklusiven Workshop ein, in dem ihr gemeinsam herausfindet, wie du deinen wahren Selbstwert kennenlernst und ihn in ein erfüllendes Lebensgefühl wandelst.
Termine: 11.06. und 12.06. um jeweils 19.00Uhr
Mutter und Kind umarmen sich im Schnee

Bist du auf der Suche nach einem GEschenk?

Verschenke in diesem Winter einen Online-Kurs der Stefanie Stahl Akademie an deine Lieben und unterstütze sie damit auf dem Weg zu einem gestärkten Selbstwertgefühl, stabilen Beziehungen oder beim Überwinden ihres Liebeskummers.