Beziehungen

Ghosting – wie gehen wir damit um?

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Aber was bedeutet “Ghosting” eigentlich?

“Ghosting” heißt, dass sich eine Person, mit der man zuvor eng in Kontakt stand, plötzlich einfach nicht mehr meldet, als ob sie vom Erdboden verschluckt wäre. Sie antwortet nicht auf Nachrichten, geht nicht ans Telefon; sämtliche Kontaktversuche laufen also ins Leere, ohne dass wir wissen, wieso. Ghosting ist ein Kontaktabbruch ohne jegliche Erklärung.

Das ist nicht nur genauso fies wie es klingt, sondern passiert auch ziemlich häufig: Ungefähr 20% der Menschen, die aktiv “daten”, wurden auch schon mal geghostet. Ghosting kann aber nicht nur in romantischen Beziehungen vorkommen, sondern auch mit Freund:innen, Familienmitgliedern oder Bekannten.

Online Dating und Gosting

Besonders seit Online-Dating so präsent ist, ist Ghosting in aller Munde. Fast jede:r hat wohl schon mal von jemandem gehört, der oder die “geghostet” wurde. Aber warum? Ganz einfach: Bei Online-Bekanntschaften ist die Hürde zum Kontaktabbruch viel geringer. Früher haben wir unsere Partner und Partnerinnen über Freund:innen kennengelernt, auf einer Party oder einer Geburtstagsfeier. Da war die Wahrscheinlichkeit, die Person noch einmal zu treffen, nachdem man sie “geghostet” hat, gefährlich hoch. Und sind wir ehrlich: Das wäre wohl für beide Parteien ziemlich unangenehm gewesen. In der Welt des Online-Datings ist das anders: Wir lernen plötzlich Menschen kennen, die wir sonst vermutlich nie getroffen hätten – und vor allem auch nicht wieder treffen werden, wenn wir es nicht wollen.

Gründe für Ghosting

Aber was motiviert Menschen, einfach von der Bildfläche zu verschwinden und sich einfach nie wieder zu melden? Häufig sind diese Menschen konfliktscheu. Sie haben Angst, ihr Gegenüber zu enttäuschen oder zu verletzen und bei diesem negative Gefühle wie Wut, Ärger oder Trauer hervorzurufen. Konfliktscheue Menschen können schlecht aushalten, wenn andere Menschen auf sie sauer sind. So erfahren sie nämlich selbst Ablehnung. Problematisch ist das vor allem deshalb, weil die betreffende Person durch das Ghosten ihre eigenen Gefühle (also zum Beispiel Angst vor Ablehnung) über die Gefühle der anderen Person stellt.
Konfliktscheue und damit auch Ghosting liegt oft ein niedriges Selbstwertgefühl zugrunde: Dieses trägt dazu bei, dass negative Gefühle nur schwer ausgehalten werden können und daher vermieden werden.

Auch Bindungsangst kann ein Grund für Ghosting sein. Je enger eine Beziehung wird, desto ängstlicher werden diese Menschen, bis sie dieser Angst schließlich – und für ihr Gegenüber sehr plötzlich – erliegen. Der scheinbar einzig mögliche Ausweg: Kontaktabbruch. Andererseits kann auch Verlustangst Menschen zum Ghosting bewegen: Durch den Kontaktabbruch und das Ende der Beziehung kann man die Kontrolle behalten und muss sich der Verlustangst nicht aussetzen.

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Narzisst:innen & Bindungsvermeider:innen

Häufig findet sich Ghostingverhalten auch bei Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitszügen. Menschen mit narzisstischen Tendenzen nutzen Ghosting oft als Manipulationstechnik. Narzisst:innen verschwinden häufig nicht für immer – sie tauchen irgendwann genauso plötzlich wieder auf der Bildfläche auf, wie sie von ihr verschwunden sind. Oftmals geht das Spielchen dann von vorne los. Grund für dieses Verhalten ist, dass Narzisst:innen sehr schnell gekränkt sind. Passt ihnen etwas nicht oder fühlen sie sich abgewertet, werden sie wütend. Ghosting kann dann als manipulative Bestrafung ihres Gegenübers genutzt werden.

Zudem gibt es sogenannte “gleichgültige Bindungsvermeider:innen”. Sie haben wenig bis gar keine Empathie und machen es sich einfach bequem, indem sie sich nicht mal die Mühe machen, eine Erklärung für den Kontaktabbruch abzugeben.

Ghosting muss jedoch nicht immer böswillig geschehen: Manchen Menschen ist nicht bewusst, was sie mit ihrem Verhalten beim Gegenüber auslösen; andere sind schlichtweg zu faul, um eine Erklärung für ihr Verhalten abzugeben.

Ghosting:
Wie reagieren wir?

Es kann ziemlich wehtun, plötzlich nichts mehr von einer Person zu hören, die man gern hat. Geghostet zu werden, bedeutet gleichzeitig auch Kontrollverlust. Zusätzlich drehen sich die Gedanken im Kreis und das Grübeln geht los: “Wieso meldet er oder sie sich nicht mehr? Habe ich etwas Falsches gesagt oder getan?”

Dies hat mit unserem Selbstwertgefühl zu tun. In der Kindheit lernen wir, dass unser Selbstwert uns von unseren Eltern und anderen Personen, die uns umgeben, gespiegelt wird. So fallen wir, wenn wir geghostet werden, auf das Gefühl herein, dass das Verhalten der Person ein Maßstab dafür ist, was wir wert sind. Wir sind dann also geneigt zu denken, wir seien nicht genug oder geben uns gar selbst die Schuld dafür, dass die Beziehung auf diese Weise geendet hat.

Wichtig ist es hier, sich bewusst zu machen, dass der eigene Wert nicht durch andere Menschen bestimmt wird. Zudem sollte man sich sagen: “Selbst, wenn ich irgendwas getan oder gesagt haben sollte, was die andere Person verletzt hat und sie dazu verleitet hat, sich mir gegenüber so zu verhalten, dann ist sie mir wenigstens schuldig, das zu erklären!” Eine Erklärung kann nämlich eine gewisse Erleichterung bedeuten und ein wenig Kontrolle zurückgeben. Oft wird es aber nicht hilfreich sein, einer Person, die uns ghostet, hinterherzulaufen: 100 Nachrichten schreiben, die unbeantwortet bleiben, oder immer wieder anzurufen, gibt unserem Selbstbewusstsein nur einen weiteren Tritt in den Allerwertesten.

Ebenso können wir uns darüber bewusst werden, ob wir überhaupt eine Beziehung mit einer Person hätten eingehen wollen, die derart mit Problemen und Konflikten umgeht. Spoiler Alert: Die Antwort lautet “Nein!”. Vielleicht werden wir dann feststellen, dass wir die Person auch nur idealisiert haben.

Als praktische Übung kann es außerdem helfen, sich bildlich vorzustellen, eine Glaswand zwischen uns selbst und die Person, die uns verletzt hat, zu schieben. Die Verantwortung und Schuld für die Art des Beziehungsendes gehört nur zur Person auf der anderen Seite der Glasscheibe. Mit unserem eigenen Wert hat es nichts zu tun. So lässt sich der eigene Selbstwert bildlich vom Fehlverhalten der anderen Person abkoppeln. Schließlich sollten wir uns ablenken und Dinge tun, die uns Spaß machen, die gut tun und den Selbstwert stärken.

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Wir alle streben nach einer erfüllten Beziehung, doch geraten wir auf dem Weg dahin häufig an wiederkehrende Probleme. „Ich falle immer wieder auf denselben Typ Mensch rein.“. Vielleicht liegt das daran, dass wir uns häufig an dasselbe Beuteschema halten bei der Partnersuche. Wenn du auch vor diesem Problem stehst, kann dir der Kurs „Wie finde ich den Richtigen/die Richtige?“ von der Stefanie Stahl Akademie vielleicht weiterhelfen.

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Freundschaft – woran erkennen wir wahre Freunde?

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So entsteht eine Freundschaft

Deutsche haben im Durchschnitt zwei bis drei beste Freundschaften. Aber wie entstehen diese überhaupt? Wichtig sind dafür vor allem zwei Faktoren: räumliche Nähe und der Mere-Exposure-Effekt. Räumliche Nähe ist schon allein deshalb wichtig, weil sich zwei Personen ja überhaupt erstmal kennenlernen müssen, um eine Freundschaft knüpfen zu können. Nicht umsonst entstehen die meisten Freundschaften in der Schule, der Uni oder im Job. Der Mere-Exposure-Effekt beschreibt in der Psychologie den “Effekt des bloßen Kontakts”. Sehen wir also bestimmte Menschen regelmäßig und haben keine direkte Antipathie ihnen gegenüber, kommen sie uns allein deswegen schon sympathischer vor.

Wie viele Freund:innen brauchen wir?

Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie viele Freundschaften er oder sie pflegen möchte. In der Regel brauchen introvertierte Personen eher weniger Freund:innen als Extravertierte, da sie gern Zeit allein verbringen und sich gut selbst beschäftigen können. Extravertierte Menschen haben hingegen häufig das Bedürfnis, in Gesellschaft zu sein. Deshalb pflegen sie Freundschaften oft intensiver und haben im Durchschnitt mehr Freund:innen.

Die wichtigsten Kriterien für eine Freundschaft

Egal, ob wir introvertiert oder extravertiert sind – In einer Freundschaft sollten bestimmte Kriterien erfüllt sein, damit sie beständig sein kann:

Wohlfühlen

Bei einem Freund/einer Freundin sollte man sich nicht verstellen. Nur wenn man wirklich man selbst ist, kann sich bei und mit einer anderen Person ein wirkliches Wohlgefühl einstellen.

Ehrlichkeit

Wir sollten keine Hemmungen haben anzusprechen, wenn uns etwas stört. Probleme offen kommunizieren zu können, ohne dafür verurteilt zu werden oder Ablehnung zu erfahren, ist Grundlage einer guten Freundschaft.

Offenheit

Tiefgründige Freundschaften entstehen dadurch, dass man sich gegenseitig persönliche Dinge anvertraut. Man öffnet sich und macht sich damit verletzlich. Es besteht Vertrauen, dass dies vom Freund oder der Freundin nicht ausgenutzt wird.

Gutes Gefühl

Gute Freund:innen geben uns ein gutes Gefühl. Nach einem Treffen fühlen wir uns in der Regel bestärkt und nicht ausgelaugt.

Gönnen können

In einer Freundschaft sollte kein Konkurrenzdenken herrschen. Sich gegenseitig Erfolg zu gönnen und sich für die andere Person zu freuen, ist essentiell. Wenn man mal neidisch sein sollte, sollte das offen kommuniziert werden.

Zuverlässigkeit

Freund:innen sollten sich aufeinander verlassen können. In guten und in schlechten Zeiten sollte man die Gewissheit spüren: Die andere Person ist für mich da, wenn ich sie brauche.

Loyalität

Freund:innen halten zueinander und fallen sich nicht in den Rücken. Sie unterstützen sich gegenseitig.

Gemeinsamer Humor

Es kann unglaublich zusammenschweißen, wenn Freund:innen den gleichen Humor haben und auf einer Wellenlänge sind. So kann es manchmal auch leichter sein, sich gegenseitig aufzumuntern. Und was gibt es Schöneres, als gemeinsam zu lachen?

Ausgewogenheit

Beide Parteien sollten ein Interesse daran haben, die Freundschaft zu pflegen und sich beieinander zu melden. Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen sich eine:r mal mehr meldet als der oder die andere. Im Grundsatz sollte das Verhältnis aber ausgeglichen sein.

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So können wir uns Freund:innen öffnen

Auch wenn viele dieser Kriterien erfüllt sind, kann es in einer Freundschaft Schwierigkeiten geben. Gerade das Thema Offenheit kann hier zu Problemen führen. Einigen Menschen fällt es nämlich schwer, sich zu öffnen und anderen Menschen persönliche Dinge anzuvertrauen – auch wenn es eigentlich enge Freund:innen sind. Sobald es um tiefgründige Themen geht, wird eine sinnbildliche Wand hochgezogen. Oft spüren solche Menschen zwar einerseits den Wunsch nach einer tiefen Bindung, stehen aber innerlich vor einer Blockade.

Was kann diesen Menschen helfen, sich zu öffnen? Wichtig ist, sich innerlich auf die Suche nach dem Gefühl der Blockade zu begeben:

  • Das Gefühl lässt sich dann gut spüren, wenn wir die Augen schließen und ganz konkret an eine Situation denken, in der wir uns schon mal so gefühlt haben.
  • Dann können wir in uns hineinspüren, wo das Gefühl sitzt und was es in uns auslöst.
  • Häufig führt das dazu, dass Bilder und Antworten aus dem Unterbewusstsein hochkommen.

Hinter einer solchen Blockade steckt häufig ein tieferliegendes Vertrauensproblem, das oft schon aus der Kindheit stammt. An diese alte Verletzung muss man sich herantrauen, um das Problem aufzulösen. Es kann helfen, sich die Frage zu stellen: “Wie viel Lebendigkeit erfahre ich mit dieser Art?” Denn bleiben wir verschlossen gegenüber Freund:innen, verschließen wir uns auch davor, zu erfahren, wie schön es sein kann, sich jemandem anzuvertrauen. Studien zeigen nämlich: Das Wichtigste bei einer tiefen Freundschaft ist es, in der eigenen Identität erkannt und bestätigt zu werden.

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Freundschaften eingehen und pflegen

Während es den einen schwer fällt, sich zu offenbaren, ist es für andere nicht einfach, Freundschaften langfristig zu pflegen. Neben dem Job, Hobbys und alltäglichem Stress fühlen sich Freundschaften für einige Menschen nach einer Verpflichtung an. Obwohl man die Personen sehr gern hat, vergeht einem also die Lust, sich zu melden oder zu verabreden. Aber woran liegt das?

Wenn man sich fühlt, wie oben beschrieben, kann es gut sein, dass man überangepasst ist. Wenn man ständig versucht, sich anzupassen und gemocht zu werden, statt auch mal ehrlich zu sagen, wenn man gerade nicht viel Zeit oder Kapazitäten hat, um sich zu melden, wird sich die Freundschaft leicht anstrengend und verpflichtend anfühlen. Überangepasste Menschen haben oft auch ein Bindungsproblem und brauchen viel Freiraum, weil sich für sie vieles wie eine Pflicht anfühlt. Durch den ständigen subjektiv wahrgenommenen Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, fühlt sich die Freundschaft an, als müsse man ständig etwas leisten.

Ein Problem mit Angst vor Ablehnung?

Überangepasste Personen merken häufig nicht direkt, wie angepasst sie eigentlich sind. In ihrem Inneren fühlt es sich zunächst eher so an, als wären sie überfordert damit oder einfach angestrengt davon, ihre Freundschaften zu pflegen. Oft steckt jedoch Angst vor Ablehnung dahinter. Denn: Sie meinen, stets alle Erwartungen des Freundes oder der Freundin erfüllen zu müssen, um nicht abgelehnt zu werden. Das erscheint berechtigterweise sehr anstrengend.

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Online-Dating – darauf sollten wir achten

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Online-Dating: Fluch oder Segen?

Ein Swipe nach rechts, ein Swipe nach links. Die digitale Suche nach der Liebe wird immer populärer. Eine aktuelle Statista-Umfrage (2022) zeigt: Jede:r dritte Deutsche hat sich schon mal mit Online-Dating befasst. Dementsprechend divers sind auch die Erfahrungen und Meinungen zum Thema. Die neue Form des Datings ermöglicht uns, Menschen zu treffen, denen wir sonst vielleicht nie begegnet wären. Sie bietet die Möglichkeit, sich im Vorfeld eines ersten Treffens besser kennenzulernen und kann dadurch unter Umständen sogar intensiver sein als reguläres Dating.

Besonders für schüchterne Menschen kann Online-Dating eine gute Möglichkeit sein, um aus sich herauszukommen. Die Anonymität verleiht uns Mut, uns zu öffnen und auch mal ein Kompliment zu geben oder zu flirten. Durch diesen erleichterten Austausch vor dem tatsächlichen persönlichen Kennenlernen wird schon früh eine gute Basis geschaffen, um die Frage “Passen wir überhaupt zueinander?” für uns zu beantworten. Beim spontanen Kennenlernen ist es oft umgekehrt: Wir sind schnell auf Wolke Sieben, genauso schnell folgt dann aber auch die Ernüchterung, wenn wir merken, dass wir den oder die Partner:in in gewissen Hinsichten verklärt haben. Die Welt des Online-Datings hat aber auch Schattenseiten: So gibt es auch Menschen, die sich von Dating-Apps nur einen Ego-Push anstelle tatsächlicher Beziehungen erhoffen, oder andere durch sogenanntes “Catfishing” hinters Licht führen. Viel kritisiert ist die oberflächliche Supermarkt-Mentalität gewisser Apps, die darauf basieren, das Gegenüber nur nach seinem Aussehen zu beurteilen. Find ich hübsch, swipe ich nach rechts. Spricht mich nicht an, swipe ich nach links.

Trotzdem wird Online-Dating immer beliebter. Grundsätzlich gilt: Je mehr Dates wir haben, desto klarer wird uns selbst, was wir uns vom Partner oder der Partnerin wünschen. Dabei kann auch die Nutzung von Dating-Apps helfen.

Eine feste Beziehung online finden

Viele nutzen Dating-Apps, weil sie auf der Suche nach sexuellen Abenteuern sind. Das ist auch vollkommen okay. Aber was, wenn wir uns nach etwas Festem sehnen? Müssen wir enttäuschende Dates in Kauf nehmen? Nicht unbedingt! Es gibt viele Plattformen, die dafür da sind, jemanden zu finden, der oder die sich ebenfalls eine feste Beziehung wünscht. Es lohnt sich also, sich vorher genau zu informieren, welche Zielgruppe eine Dating-App anspricht.

Darüber hinaus kann es helfen, bereits beim Chatten deutlich zu signalisieren, was wir genau wollen. Natürlich besteht auch hier das Risiko, ge- oder enttäuscht zu werden. Eine Vorsichtsmaßnahme könnte sein, sich mit dem ersten Sex etwas Zeit zu lassen und sich erstmal auf das Kennenlernen zu konzentrieren. Sonst besteht die Gefahr, die persönlichen Grenzen zu überschreiten, ohne gut auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.

Läuft ein Date mal nicht so gut, sollten wir den Fehler nicht gleich bei uns selbst suchen (ich war nicht schön genug, nicht gut genug, zu laut, zu leise, usw.) und uns nicht vom Verhalten des Anderen abhängig machen. Das ist aber leichter gesagt als getan: Wie schafft man es denn, Dinge nicht auf sich zu nehmen, die scheinbar direkt mit einem in Verbindung stehen, wie zum Beispiel, wenn man nach einem Treffen “geghostet” wird?
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Mit Ablehnung umgehen

Unter “Ghosting” versteht man einen plötzlichen Kontaktabbruch ohne Erklärung. Das kann sehr verletzend sein. Häufig steckt bei der Person, die ghostet, jedoch mehr dahinter – zum Beispiel eine psychische Problematik, Konfliktscheue oder ein Mangel an Zivilcourage. Als Geghostete:r ist es daher wichtig, sich in solchen Fällen klar vor Augen zu halten, dass die Verantwortung nicht bei einem selbst liegt. Weiter kann es helfen, sich alternative Erklärungen für das Verhalten des Gegenübers zu überlegen. Vielleicht hatte die Person Angst vor Verletzung, ist bereits in einer anderen Beziehung oder fand das Date aus irgendwelchen anderen Gründen nicht schön.

Nach einer Abfuhr fühlen wir uns oft als ganze Person abgelehnt. Anerkennung von außen ist für uns enorm wichtig – und das besonders, wenn wir in der Kindheit wenig Bestätigung durch unsere Eltern erhalten haben. Ein zu starker Fokus auf die Vermeidung von Ablehnung kann jedoch ein Abhängigkeitsverhältnis begünstigen und damit problematisch werden. Hier kann es helfen, uns mental zu distanzieren und konkret zu überlegen, was Ablehnung von außen schlussendlich über den eigenen Wert aussagt – nämlich gar nichts!

Der Arzt und Psychotherapeut Alfred Adler nannte dies “radikale Aufgabentrennung”: Demnach sollten wir uns konsequent nur darum kümmern, was in die eigene Verantwortung fällt.

Ab wann Gefühle entwickeln?

Kribbeln im Bauch, Schweißausbrüche, Erröten. Oft suggerieren uns die Liebesgeschichten, die in Büchern, Filmen und Serien erzählt werden, dass sich die wahre Liebe nur durch sofortige Anziehung zur anderen Person erkennbar macht. Vielleicht haben wir auch schon eine solche Erfahrung gemacht und tun seither alle Begegnungen ab, bei denen das nicht der Fall ist. Doch muss es direkt am Anfang einen Gefühlsrausch geben oder sollte man dem ganzen etwas Zeit lassen? Das ist natürlich eine komplexe Frage. Grundsätzlich lohnt es sich dennoch, sich etwas Zeit zu nehmen, um den oder die andere:n besser kennenzulernen, auch wenn die sofortige Anziehung erstmal ausbleibt. Wir müssen also nicht gleich am Anfang die großen Gefühle spüren, denn sie können sich auch mit der Zeit entwickeln. Auch Sex kann dabei helfen, mehr Intimität aufzubauen. Zudem gibt es auch Beziehungen, in denen es nie zu einem extremen Gefühlsrausch kommt, sondern sich die Gefühle stetig und langsam entwickeln.

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Wir alle streben nach einer erfüllten Beziehung, doch geraten wir auf dem Weg dahin häufig an wiederkehrende Probleme. „Ich falle immer wieder auf denselben Typ Mensch rein.“. Vielleicht liegt das daran, dass wir uns häufig an dasselbe Beuteschema halten bei der Partnersuche. Wenn du auch vor diesem Problem stehst, kann dir der Kurs „Wie finde ich den Richtigen/die Richtige?“ von der Stefanie Stahl Akademie vielleicht weiterhelfen.

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Wie erkennen wir eine toxische Beziehung?

Nicht jede Beziehung, die gerade schlecht läuft oder in der ein:e Partner:in unglücklich ist, ist auch direkt toxisch. Toxische Beziehungen sind oft von

Lügen und Manipulation geprägt und fühlen sich wie eine Achterbahnfahrt an – es ist ein Wechselspiel zwischen heiß und kalt. In solchen Beziehungen stehen sich oft ein bindungs- und ein verlustängstlicher Part gegenüber. Wer Täter und wer Opfer ist, lässt sich allerdings nicht immer so leicht feststellen.
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Anzeichen einer toxischen Beziehung

Streit und Diskussionen sind in jeder Beziehung normal und wichtig. Woran lässt sich dann aber erkennen, dass eine Beziehung toxisch ist? Besonders an der toxischen Beziehung ist, dass ein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis besteht, ein:e Partner:in also sehr dominant ist und die Beziehung bestimmt, während sich der oder die andere eher unterordnet. Insbesondere bei den folgenden Merkmalen sollte man hellhörig werden:

Love Bombing

Der oder die dominante Partner:in überschüttet die andere Person mit Zuneigung. Schon nach den ersten beiden Treffen prasseln die tollsten Komplimente, gemeinsame Zukunftspläne oder große Geschenke auf sie ein. Der oder die dominante Partner:in schenkt dem Gegenüber die ungeteilte Aufmerksamkeit.

Fast Forwarding

Es geht alles sehr schnell. Man hat sich gerade erst kennengelernt und ist im Vergleich zur letzten Beziehung schon zehn Schritte weiter. Die Beziehung wird also blitzschnell vorgespult. Man fühlt sich seelenverwandt und glaubt, den perfekten Match gefunden zu haben.

Gaslighting

Der Partner oder die Partnerin macht uns regelrecht verrückt. Er oder sie behauptet Dinge, die wir angeblich gesagt und getan haben, die allerdings nie wirklich stattgefunden haben, oder spricht uns unsere Gefühle ab. Gaslighting führt zu Desorientierung und einer verfälschten Wahrnehmung der Realität.

Future Faking

Der oder die Partner:in macht große Versprechungen, die die Zukunft betreffen, ohne zu beabsichtigen, diese jemals umzusetzen. Es werden Erwartungen an eine gemeinsame Zukunft geschürt, die wohl nie erfüllt werden. Das kann kleinere Dinge wie einen Urlaub, aber auch große Lebensveränderungen wie einen angeblich bald anstehenden Heiratsantrag oder das Zusammenziehen betreffen.

Schuldumkehr

Egal, was man tut –  wie sehr man versucht, alles richtig zu machen und die Beziehung aufrechtzuerhalten – ist es doch bei jedem Streit oder jeder Diskussion am Ende das gleiche: Man ist immer selbst an allem Schuld. Der Partner oder die Partnerin kann sehr geschickt darin sein, dem Gegenüber immer wieder die Schuld zuzuschieben.

Standards und Dealbreaker

Die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche innerhalb der Beziehung werden nicht berücksichtigt. Wenn eigene Wünsche geäußert werden, werden diese weder ernstgenommen noch erfüllt. Kompromisse – die für eine gesunde Beziehung essentiell sind – sind nicht möglich. Der oder die dominante Partner:in gibt sämtliche Regeln vor.
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Warum wirkt eine Beziehung toxisch?

Diese Beziehungen werden “toxisch” genannt, weil sie eine drogenähnliche Wirkung zur Folge haben können. Der Grund: Dopamin, ein Glückshormon und Neurotransmitter. Die übermäßige Zuwendung der dominanten Person führt – ähnlich wie eine Droge – zu einem verhältnismäßig langen und intensiven Dopaminrausch. Der wiederum löst eine Art Sucht aus – man will mehr von der Zuneigung und dem Glücksgefühl, das diese in einem bewirkt. Dieses suchtähnliche Gefühl macht es extrem schwierig, sich aus einer toxischen Beziehung zu lösen.

Durch die hohe Dopaminausschüttung wird die Verliebtheitsphase länger aufrechterhalten, während in gesunden Partnerschaften irgendwann andere Neurotransmitter wie Oxytocin das Ruder übernehmen und sich so ein Grundgefühl von Sicherheit und Stabilität einstellt. In der toxischen Beziehung wechseln sich überschießende Zuneigung und Schuldzuweisungen bzw. Abwertungen durch die dominante Person ohne ersichtliche Erklärung ab. Dieser Prozess nennt sich “intermittierende Verstärkung” und sorgt dafür, dass das Gegenüber die Gründe für die Auf und Abs bei sich selbst sucht. Es sieht sich also als verantwortlich für den Verlauf der Beziehung.

Eine toxische Beziehung beenden

Trennungen sind nie leicht. Sich aus toxischen Beziehungen zu lösen, ist aber aus mehreren Gründen besonders schwierig. Das liegt zum einen daran, dass durch die fehlende Dopaminausschüttung nach der Trennung regelrechte Entzugserscheinungen auftreten können. Häufig reagiert die dominante Person auf eine angedrohte Trennung außerdem mit der Zusicherung von Veränderungen und mit Zuneigung, so dass man leicht dazu geneigt ist, ihr noch eine weitere Chance zu geben. So kommt es vor der endgültigen Trennung oft zu On-off-Phasen.Wichtig ist, dass wir uns selbst entschulden –  also die Last der Schuld und Verantwortung am Ausgang der Beziehung von den eigenen Schultern nehmen. Denn wenn wir glauben, an der zerrütteten Beziehung schuld zu sein, glauben wir auch, dass wir sie wieder zu einem Happy End umkehren können. Deshalb ist es wichtig, herauszukommen und zu erkennen, was uns guttut und uns dementsprechend für unsere Bedürfnisse einzusetzen.

Selbstwert steigern – kann das helfen?

Menschen, die sich zum wiederholten Male in einer solchen Beziehung wiederfinden, haben häufig einen geringen Selbstwert. Wer nämlich innerlich der Überzeugung ist, nicht genug wert zu sein, ist besonders auf die Bestätigung von außen angewiesen. Dieser Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung bleibt in einer toxischen Beziehung jedoch meist ungehört. Wollen wir also unseren Selbstwert stärken, müssen wir zunächst aus dem Beziehungsmuster ausbrechen.
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Toxische Menschen in der Familie & im Freundeskreis

Natürlich sprechen wir im Zusammenhang mit toxischen Beziehungen oft vom Partner oder der Partnerin. Gibt es diese Art von Beziehung, aber auch im Freundeskreis oder in der Familie? Die einfache Antwort ist: Ja! Nur weil man blutsverwandt ist, heißt das nicht, dass man sich dem oder den anderen gegenüber nicht toxisch verhalten kann.Das Problem: Bei Menschen, mit denen wir verwandt sind, sind wir noch stärker dazu geneigt, ihnen immer wieder neue Chancen zu geben. Aber auch Beziehungen in der Familie und im Freundeskreis können durch toxisches Verhalten sehr belastend sein. Auch hier muss unter Umständen also darüber nachgedacht werden, zum Schutz der eigenen Bedürfnisse den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren oder sogar ganz abzubrechen.

So sieht eine gesunde Beziehung aus

Wer immer wieder in toxischen Beziehungen landet, weiß manchmal gar nicht, wie gesunde Beziehungen überhaupt aussehen. Gute und gesunde Beziehungen basieren auf ehrlichem Austausch und vereinen Freundschaft und Leidenschaft. Man sollte ein Grundgefühl von Stabilität und Sicherheit vermittelt bekommen, ohne ständig Angst vor Ablehnung und Verlassenwerden haben zu müssen. Auch wenn gelegentliche Streits und Diskussionen dazu gehören, sollte am Ende des Tages eine Bereitschaft bestehen, Kompromisse einzugehen, gemeinsam an Dingen zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.

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Beziehungen sind der Dreh- und Angelpunkt unseres Lebens. Wünschst du dir ein harmonisches Miteinander, aber gleichzeitig auch, besser für dich und deine Bedürfnisse einzustehen? Dann könnte der Online-Kurs „Beziehungen auf Augenhöhe“ von der Stefanie Stahl Akademie genau das Richtige für dich sein. Lerne auch in schwierigen Situationen, gleichberechtigt zu kommunizieren. Hier findest du weitere Informationen zum Kurs:

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