Beziehungen

Rollen in Beziehungen: Wie sie deine Beziehung mehr beeinflussen als du denkst

Woher kommen Rollen in Beziehungen? Der Ursprung in der Kindheit

Bereits in der Kindheit lernen wir, wie wir Aufmerksamkeit, Liebe und Zugehörigkeit erhalten:  “Wenn ich lieb bin, bekomme ich Aufmerksamkeit” oder “Ich muss stark sein, sonst geht hier alles schief”. Aus diesen Glaubenssätze entwickeln sich unbewusst innere Rollenbilder, die uns bis ins Erwachsenenleben begleiten. In Beziehungen greifen wir dann unbewusst auf diese alten Muster zurück: Wir übernehmen Verantwortung, vermeiden Konflikte oder passen uns zu sehr an.

Typische Rollen aus der Kindheit

  • Der Held / Die Heldin: übernimmt früh Verantwortung, strebt nach Anerkennung durch Leistung, unterdrückt dabei eigene Ängste.
  • Das verlorene Kind: zieht sich zurück, wirkt unauffällig, fühlt sich unsichtbar und bedeutungslos, meidet Konflikte und Sichtbarkeit.
  • Der Clown / Das Maskottchen: humorvoll, auffällig, lenkt mit Witz von Familienschmerz und Unsicherheiten ab, wird später oft als anstrengend empfunden.
  • Der Sündenbock / Das schwarze Schaf: rebellisch, trotzig, sucht negative Aufmerksamkeit, wird zum “Symptomträger” der Familie oder provoziert, um nicht übersehen zu werden.

Rollen in Beziehungen: Visualisierung typischer Kindheitsrollen und deren Auswirkungen auf Partnerschaften.

Diese Rollen sind aus (Selbst-)Schutz entstanden. Doch wenn sie in Beziehungen unbewusst weiterwirken, verhindern sie gesunde Nähe und Augenhöhe. 

Wenn Rollen in Beziehungen zu Identität werden: Leistung, Anpassung und Selbstverlust 

Viele Menschen definieren sich über Leistung oder Anpassung – auch in der Partnerschaft. Sie übernehmen zu viel, sagen selten “Nein” und fühlen sich dennoch nicht gesehen. 

Typische Anzeichen:

  • Du fühlst dich verantwortlich für alles.
  • Du bekommst Schuldgefühle, wenn du dich abgrenzt.
  • Du hoffst auf Anerkennung und bist enttäuscht, wenn sie ausbleibt.

Hinter diesem Verhalten steckt meist ein Glaubenssatz: “Nur wenn ich funktioniere, werde ich geliebt”. Doch Liebe, die du dir verdienen musst, ist keine echte Nähe. 

Beispiel: Wenn Perfektion die Beziehung dominiert

Lisa, 34, managt in ihrer Partnerschaft alles: Urlaube, Arzttermine, Familienfeiern. Sie sagt nie Nein, übernimmt alles allein. Als sie vor Erschöpfung zusammenbricht, erkennt sie: Hinter ihrem Pflichtbewusstsein steckt die Angst, nicht geliebt zu werden. Diese Erkenntnis markiert ihren Wendepunkt. 

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann melde dich jetzt für den Stefanie Stahl Akademie Newsletter an, um weitere Impulse wie diesen zu erhalten. Hier klicken und anmelden! 

“Innere Kind”-Arbeit: Raus aus Rollen in Beziehungen, rein in deine Kraft

Das innere Kind ist der Teil in dir, der verletzt, ängstlich oder überangepasst reagiert. Durch gezielte Arbeit kannst du lernen, alte Schutzstrategien zu erkennen und loszulassen. 

Im Video-Kurs Das Kind in dir muss Heimat finden lernst du:

  • Wie du dein inneres Kind verstehst und versorgst
  • Wie du deinen Selbstwert unabhängig von deiner Rolle entwickelst
  • Wie du neue, gesunde Beziehungsmuster aufbaust

Hier klicken und mehr über den Selbstwert-Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden” erfahren! 

Ungleichgewicht in Beziehungen erkennen und verändern

Starre Rollen führen fast immer zu Ungleichgewicht. Wenn eine:r immer mehr trägt und die/der andere sich zurücklehnt, kippt das Gleichgewicht. So gerät die Beziehung in eine Schieflage. Diese Dynamiken entstehen oft durch festgefahrene Rollen in Beziehungen. 

Typische Konstellationen:

  • Eine:r sorgt, der andere konsumiert.
  • Eine:r reguliert Emotionen, die/der andere lebt sie ungefiltert aus.
  • Eine:r plant und organisiert, die/der andere “geht mit”.

In drei Schritten zum Perspektivwechsel

  1. Erkenne deine Rolle: Wann hast du sie gelernt? Wovor schützt sie dich?
  2. Kommuniziere offen: Mit Ich-Botschaften statt Vorwürfen
  3. Übe dich in neuen Mustern: Lass Verantwortung los, teile Aufgaben, erlaube dir Rückzug. 

Erkenne die Rollen in Beziehungen: Welche Rolle trage ich (noch)?

Die Rollen in Beziehungen verstehen und erkennen. Finde heraus welche Rolle du einnimmst.

Raus aus der Rolle, rein ins echte Ich: Dein Weg in neue Beziehungsmuster

Die Rollen in Beziehungen aufzugeben heißt nicht, egoistisch zu sein. Es bedeutet, bewusster zu wählen, wie du dich einbringen willst – ohne dich dabei zu verlieren

Stelle dir Fragen wie: : 

  • Wer bin ich eigentlich außerhalb meiner Funktion? 
  • Wie würde ich mich verhalten, wenn ich mich sicher fühle? 

Die Rollen in Beziehungen auflösen: Impulse für deine persönliche Entwicklung:

  • Führe ein Rollentagebuch: Wann funktionierst du? Wann fühlst du dich echt/authentisch?
  • Arbeite mit deinem inneren Kind. (z. B. durch geführte Meditationen oder Übungen aus dem Video-Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden”)
  • Nutze Selbstmitgefühls-Übungen, indem du dir selbst die Anerkennung gibst, die du im Außen suchst und erlaube dir Fehler zu machen. Reflektiere: Was würdest du deinem besten Freund in deiner Lage sagen?
  • Etabliere neue Routinen für deine Selbstfürsorge: kleine Momente im Alltag, in denen du dich selbst ernst nimmst und um dich kümmerst.
  • Sprich offen mit Menschen, denen du vertraust, über das, was du gerade über dich lernst.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Fazit: Rollen in Beziehungen loslassen für mehr Nähen und Selbstwert

Rollen in Beziehungen entstehen oft aus einem guten Grund, doch sie können zur Last werden. Wenn du beginnst sie zu hinterfragen, öffnet sich ein Raum für echte Begegnug und Verbindung.

Dein inneres Kind braucht keine Leistung – es braucht Zuwendung. Du darfst deine Rolle verlassen. und du darfst Nähe neu gestalten – frei, bewusst und in Balance. 

Entdecke jetzt den Video-Kurs “Beziehungen auf Augenhöhe” – für sichere Bindung, Selbstwert und emotionale Freiheit in deiner Partnerschaft. Hier klicken und mehr über die Kursinhalte erfahren. 

Bleib in Verbindung – Hol dir den Stefanie Stahl Akademie Newsletter

Erhalte regelmäßig psychologische Impulse,  Übungen und exklusive Angebote zu Themen wie Selbstwert, emotionale Intelligenz und Gefühle. 

Hier klicken und zum Newsletter anmelden – für mehr emotionale Klarheit in deinem Alltag. 

Weitere Impulse für deinen Weg

Beziehungen und Selbstwert: Wie deine Beziehungen dein Selbstbild formen

Was die Psychologie über Beziehungen und Selbstwert sagt

Die Psychologie und zahlreiche Studien belegen: Unser Selbstwert beeinflusst, wie wir Beziehungen wahrnehmen, gestalten und erleben. Ein stabiler Selbstwert fördert gesunde, liebevolle Beziehungen. Ein niedriger Selbstwert führt häufig zu Konflikten, Missverständnissen und emotionaler Abhängigkeit. 

Beziehungen sind dabei nicht nur der Ort des Austauschs, sondern der Spiegel deiner Selbstwahrnehmung: 

  • Menschen mit hohem Selbstwert können Liebe besser annehmen und geben. 
  • Menschen mit geringem Selbstwert neigen dazu, ständig Bestätigung vom Partner zu suchen und nehmen Kritik oft übertrieben negativ wahr. 

Warum Beziehungen dich triggern und warum das gut so ist

Beziehungen spiegeln deine inneren Glaubenssätze, Werte und deinen Selbstwert. Was du über dich selbst denkst, zeigt sich darin, wen du anziehst, wie du reagierst und was du in Beziehungen zulässt. 

Beziehungen und Selbstwert: Kindheitsprägungen wirken weiter

Als Kinder lernen wir, was wir tun müssen, um gesehen und geliebt zu werden. Daraus entstehen innere Glaubenssätze wie:

  • “Ich bin nur liebenswert, wenn ich leiste”.
  • “Ich darf keine Schwäche zeigen”.
  • “Nähe ist gefährlich”.

Diese Überzeugungen wirken unbewusst weiter. Studien zeigen: Die Qualität frühkindlicher Bindungserfahrungen beeinflusst, wie wir später Beziehungen gestalten.

Beziehungen als Spiegel deines Selbstwerts

Wenn dich dein:e Partner:in ignoriert oder kritisiert, können alte Gefühle ausgelöst werden, die nicht zur aktuellen Situation, sondern zu deinem inneren Kind gehören. Vielleicht fühlt es sich so an, als wärst du wieder dieses kleine Kind, das sich wertlos und alleingelassen fühlt.

Frage dich: Reagiere ich gerade aus dem Hier und Jetzt oder aus einem alten Gefühl heraus?

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wie dein Selbstwert Beziehungen formt

Eine der größten Herausforderungen in Beziehungen ist es, echte Nähe zuzulassen, ohne sich selbst aufzugeben. Viele Menschen pendeln zwischen zwei Extremen:

  • Verschmelzung: Alles dreht sich nur noch um den anderen.
  • Rückzug: Angst vor Abhängigkeit lässt keine Intimität zu.

Beide Verhaltensweisen sind Schutzstrategien des inneren Kindes.

Tabelle zur Unterscheidung von Selbstwert in Beziehungen - Hoher Selbstwert versus niedriger Selbstwert.

Beispiel: “Ich verliere mich in Beziehungen”

Lisa, 34, passt sich in Beziehungen so stark an, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse kaum noch spürt. Nach kurzer Zeit fühlt sie sich erschöpft und fragt sich: “Wer bin ich eigentlich ohne den anderen?”

In der Therapie erkennt sie: Als Kind musste sie sich anpassen, um Liebe zu bekommen. Ihr inneres Kind glaubt bis heute: “Nur wenn ich mich aufgebe, werde ich geliebt.”

Durch die Arbeit mit ihrem inneren Kind lernt Lisa, Nähe zulassen, ohne sich selbst zu verlieren. Heute achtet sie auf ihre eigenen Grenzen und bleibt sich selbst in Beziehungen treu.

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann melde dich jetzt für den Stefanie Stahl Akademie Newsletter an, um weitere Impulse wie diesen zu erhalten. Hier klicken und anmelden! 

Wie “Innere Kind”-Arbeit helfen kann

Indem du – wie Lisa – dein inneres Kind wahrnimmst und versorgst, musst du alte Schutzstrategien nicht mehr wiederholen. Du kannst Nähe gestalten, ohne dich aufzugeben. 

Im Video-Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden” lernst du, wie du den Zugang zu deinem inneren Kind findest und emotionale Abhängigkeit transformierst. Klicke hier und erfahre mehr! 

Sich selbst und andere sicher(er) binden lernen – in 6 Schritten

Viele Menschen sehnen sich nach sicherer Bindung und sind gleichzeitig unfähig, sie zuzulassen. Warum? Weil sichere Bindung meistens nicht das war, was wir als Kinder erlebt haben.

  1. Erkenne dein Bindungsmuster

Nach Bowlby & Ainsworth gibt es vier Bindungstypen:

  • Sicher gebunden: Nähe und Autonomie im Gleichgewicht.
  • Unsicher-vermeidend: Nähe wird gemieden, Kontrolle bevorzugt.
  • Unsicher-ambivalent: Starke Verlustangst, klammerndes Verhalten.
  • Desorganisiert: Nähe wird gleichzeitig gesucht und gefürchtet.
  1. Fühlen statt funktionieren

Der Weg zu sicherer Bindung führt über das bewusste Erleben deiner Gefühle, auch wenn es unangenehm ist. Besonders, wenn alte Wunden aufbrechen.

  1. Lerne, Grenzen zu ziehen

Grenzen sind kein Egoismus, sondern Selbstschutz. Wer keine Grenzen setzt, verliert sich selbst.

  1. Stärke deinen Selbstwert

Ein stabiler Selbstwert ist die Basis jeder gesunden Beziehung. Wer sich selbst nicht liebt, sucht Liebe beim anderen und wird dort oft enttäuscht.

  1. Übe emotionale Selbstregulation

Nimm dir Zeit, deine Gefühle selbst zu halten, bevor du sie auf deinen Partner überträgst. Gefühle zu regulieren heißt nicht, sie zu verdrängen, sondern sie liebevoll zu begleiten.

  1. Höre auf dein inneres Team

In dir wirken verschiedene innere Anteile: das verletzte Kind, der innere Kritiker, der Erwachsene. Je besser du sie kennst, desto bewusster wirst du in deinen Beziehungsreaktionen.

Häufige Stolperfallen und wie du sie überwindest

Stolperfalle 1: Du machst den anderen für dein Gefühl verantwortlich

Die Verantwortung für dein eigenes Glück liegt bei dir. Kein Partner wird dich dauerhaft glücklich machen.

Stolperfalle 2: Du wartest, dass sich der andere ändert

Verändere deine eigenen Muster, statt auf Veränderung von außen zu hoffen.

Stolperfalle 3: Du verwechselst Drama mit Liebe

Wenn sich Liebe nur “echt” anfühlt, wenn es schmerzt, spiegelt das oft alte Verletzungen, nicht echte Verbundenheit. 

Fazit: Deine Beziehung ist der ehrlichste Spiegel deines Selbstwerts

Beziehungen sind kein Zufallsprodukt, sondern Spiegel deiner inneren Welt. Sie zeigen dir, wo du emotional zu Hause bist, welche alten Wunden noch heilen dürfen und wo du dich selbst noch nicht ganz angenommen hast.

Nicht dein:e Partner:in ist das Problem, sondern die unbewussten Muster, mit denen du liebst, hoffst, klammerst oder flüchtest.

Die gute Nachricht: Du bist diesen Mustern nicht ausgeliefert. Du kannst lernen, dich sicher zu binden. Nähe auszuhalten und dich selbst so zu halten, wie du es dir als Kind gewünscht hättest.

Jede Beziehung beginnt mit der zu dir selbst. Je mehr du dein inneres Kind verstehst, deinen Selbstwert stärkst und dich emotional regulieren kannst, desto liebevoller wirst du auch mit anderen in Verbindung treten.

Veränderung beginnt nicht im Außen, sondern in dir. Und sie beginnt genau jetzt.

Du willst raus aus Missverständnissen und emotionalem Rückzug. Dann entdecke jetzt unseren Video-Kurs “Beziehungen auf Augenhöhe” – Dein Weg zu mehr Klarheit, Respekt und echter emotionaler Verbindung. Klicke hier und erfahre mehr! 

Bleib in Verbindung – Hol dir den Stefanie Stahl Akademie Newsletter

Erhalte regelmäßig psychologische Impulse,  Übungen und exklusive Angebote zu Themen wie Selbstwert, emotionale Intelligenz und Gefühle. 

Hier klicken und zum Newsletter anmelden – für mehr emotionale Klarheit in deinem Alltag. 

Weitere Impulse für deinen Weg

 

Konflikte in Beziehungen: Warum wir Streit vermeiden – und warum genau das uns voneinander entfernt

Warum wir Konflikte vermeiden und was dahinter steckt

Oft haben wir schon als Kind gelernt: Harmonie ist sicher – Wut ist gefährlich. Vielleicht durftest du damals Ärger oder Traurigkeit nicht zeigen. Oder du hast erlebt, dass Streit Liebesentzug oder Strafe bedeutet. 

Der Schutzmechanismus von damals wirkt bis heute: “Wenn ich jetzt etwas sage, verliere ich Liebe

Typische Glaubenssätze, die Konfliktvermeidung antreiben: 

  • “Ich darf keine Wellen schlagen”.
  • “Ich muss stark, ruhig und verständnisvoll sein”.
  • “Wenn ich etwas kritisiere, verliere ich den anderen”. 

Diese Überzeugungen stammen nicht aus dem Hier und Jetzt, sondern von deinem inneren Kind – aus einer Zeit, in der Nähe oft an Bedingungen geknüpft war. 

Die versteckten Kosten von Harmonie um jeden Preis

Wenn wir Konflikte vermeiden, bleibt es oberflächlich ruhig. Es wirkt, als liefe die Beziehung gut. Doch innerlich staut sich etwas an. 

  • Bedürfnisse werden nicht ausgesprochen
  • Verletzungen bleiben ungeklärt
  • Eigene Grenzen werden nicht sichtbar gemacht

Langfristig führt das zu emotionaler Distanz. Trotz äußerlicher Nähe. 

Folgen von chronischer Konfliktvermeidung: 

  • Innere Rückzüge und wachsende Unzufriedenheit.
  • Authentizität geht verloren – es bleibt nur noch die “angepasste” Version von dir. 
  • Die Beziehung wird spannungsgeladen oder zunehmend leer. 

Studien zeigen: Paare, die konstruktiv streiten, sind zufriedener als Paare, die Konflikte komplett vermeiden. Echte Nähe braucht Konfliktfähigkeit. 

Wie gesunde Konflikte gelingen – ohne Angst vor Ablehnung

Verstehe dein inneres Muster

Frage dich:

  • Was genau macht mir Angst vor Konflikten?
  • Welche Erfahrungen aus meiner Kindheit könnten dabei eine Rolle spielen?
  • Welche Gefühle vermeide ich – Wut, Traurigkeit, Hilflosigkeit?

Je klarer du deine inneren Trigger kennst, desto souveräner kannst du mit ihnen umgehen. 

Wähle den richtigen Moment

Sprich Konflikte nicht im Affekt, sondern in ruhigen Momenten an. 

Nutze Ich-Botschaften wie: 

  • “Ich habe gemerkt, dass mich das traurig gemacht hat”.
  • “Ich wünsche mir mehr Unterstützung in solchen Situationen”. 

Vermeide Schuldzuweisungen – bleibe bei dir und deinen Gefühlen

Setze gesunde Grenzen

Grenzen zu setzen heißt nicht, den anderen anzugreifen, sondern dich selbst ernst zu nehmen. 

Du darfst: 

  • Nein sagen
  • Bedürfnisse aussprechen
  • Eine eigene Meinung haben

Tipp: Übe deine Aussagen vor dem Spiegel oder schreib dir deinen Wunsch erst einmal auf, das stärkt deine innere Klarheit. 

Bleibe im Kontakt – auch im Streit

Achte darauf, die Verbindung nicht zu verlieren. Atme bewusst, mache Pausen, halte Blickkontakt, biete Nähe an – auch wenn es gerade schwierig ist. So bleibt ihr in Beziehung, selbst wenn es kracht. 

Wenn Konflikte tiefer liegen: Kindheitsmuster erkennen

Manchmal reicht es nicht, die Kommunikation zu verbessern. Viele Konflikte sind nur die sichtbare Spitze eines alten inneren Musters. 

Beispiel: 

Du reagierst übermäßig empfindlich auf Kritik, nicht, weil dein Partner dich verletzt, sondern weil du dich tief im Inneren ungenügend fühlst. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Hinweis, dass alte Wunden aktiv sind. 

Fragen zur Selbstreflexion:

  • Reagiere ich auf die aktuelle Situation oder auf eine alte Verletzung?
  • Was hätte mein inneres Kind damals gebraucht?
  • Was kann ich mir heute selbst geben?

Wenn du das erkennst, kannst du diese Dynamiken verändern. Konflikte verlieren ihren Schrecken – und echte Nähe wird möglich. 

Fazit: Konflikte in Beziehungen sind kein Problem – sie schaffen Verbindung

Wir wachsen nicht an Harmonie, sondern an Reibung. Dort, wo zwei Menschen bereit sind, sich auch mit ihren wunden Punkten zu zeigen, entsteht echte Nähe. 

Wer Konflikte meidet, schützt den äußeren Frieden, riskiert aber den inneren Bruch. Denn jedes unausgesprochene Bedürfnis entfernt dich ein Stück von dir selbst – und langfristig auch vom anderen. 

Mut zur Auseinandersetzung ist ein Akt der Liebe. Für die Beziehung und für dein inneres Kind, das endlich lernen darf: “Ich darf mich zeigen. Ich darf dazugehören. Auch, wenn es kracht”. 

Wahre Nähe entsteht nicht da, wo alles glattläuft. Sondern da, wo wir bleiben, auch wenn es schwierig wird. 

Du möchtest lernen, wie du dich in Beziehungen klar, authentisch und auf Augenhöhe zeigen kannst? 

Dann schau dir den Online-Kurs der Stefanie Stahl Akademie “Beziehungen auf Augenhöhe” an – mit psychologisch fundierter psychologischer Begleitung und konkreten Werkzeugen für echte Verbindung. Klicke hier für mehr!

Trennung verarbeiten: Wie du Liebeskummer überwindest, alte Wunden heilst und deinen Selbstwert stärkst

Warum Trennungsschmerz so intensiv ist

Es ist nicht “nur” Liebeskummer – eine Trennung bedeutet nicht nur das Ende einer Beziehung, sie kann uns in unserer Tiefe erschüttern. Oft wird dabei nicht nur der aktuelle Verlust spürbar, sondern auch alte emotionale Wunden: Verlustangst, das Gefühl nicht gut genug zu sein, emotionale Abhängigkeit. Diese Trigger stammen häufig aus der Kindheit. Wenn du früh gelernt hast, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist oder du für Nähe kämpfen musstest, wird eine Trennung besonders schmerzhaft empfunden.

Neurobiologisch ist Liebeskummer ein Ausnahmezustand. Das Gehirn reagiert ähnlich wie bei körperlichem Schmerz. Das erklärt, warum du dich ausgelaugt, schlaflos oder wie betäubt fühlst. Und dann kommen noch “nicht genug warst”, sondern zeigt, wie tief du lieben kannst – nicht, dass du gescheitert bist.

Gefühle zulassen statt verdrängen

Der Impuls, den Schmerz “schnell loswerden” zu wollen ist verständlich, aber nicht hilfreich. Echte Heilung beginnt, wenn du dir erlaubst, dich zu fühlen, ohne dich zu verurteilen. 

Hilfreiche Strategien: 

  • Gefühlstagebuch: Was bewegt dich heute? Welche Gedanken kehren wieder?
  • Selbstmitgefühl aktivieren: Atme bewusst, wenn es eng wird und leg die Hand auf dein Herz: “Ich bin da.
  • Stützender Satz: Finde einen Satz, der dich trägt, z. B.: Ich muss das nicht alleine schaffen.

Veränderung geschieht nicht linear – Trennungsverarbeitung verläuft in Wellen. Du darfst rückfällig werden, traurig sein und dich gleichzeitig wieder aufbauen.

Dein inneres Kind will gesehen und getröstet werden

In der Krise meldet sich oft dein inneres Kind – die verletzte Version deiner selbst aus früheren Lebensphasen. Es fühlt sich hilflos, ungeliebt oder schuldig – auch wenn das objektiv nicht zutrifft.

Typische Glaubenssätze:

  • “Ich bin nicht wichtig.”
  • “Ich werde immer verlassen.”
  • “Ich bin schuld.”

Diese Sätze stammen nicht von deinem erwachsenen Ich, sondern vom inneren Kind, das jetzt deine Zuwendung braucht.

Übungen zur “Inneren Kind”-Arbeit:

  1. Schreib deinem inneren Kind einen Brief.
    Stell dir vor, du sprichst zu deinem jüngeren Ich. Was braucht es jetzt von dir? Vielleicht: “Ich bin da. Du musst nicht stark sein. Ich halte dich.”
  2. Bau dir einen sicheren Ort in deiner Vorstellung.
    Ein Platz, an dem du dich geborgen fühlst. Stell dir vor, wie dein inneres Kind dort sitzt und du als Erwachsene:r dich dazusetzen und es trösten darfst.
  3. Fang an, mit dir zu sprechen, wie mit einem geliebten Menschen.
    Würdest du einer Freundin sagen, sie sei selbst schuld am Liebeskummer? Oder dass sie nicht genug ist? Nein. Dann sei auch mit dir nicht so streng.

Selbstwert aufbauen nach einer Trennung

Eine Trennung kann dein Selbstwertgefühl erschüttern – besonders, wenn du dich zuvor stark über die Beziehung definiert hast. Doch dein Selbstwert ist nicht verloren, er ist nur “leise” geworden. 

Fragen, die dich stärken:

  • Was hat dir früher Freude gemacht – ganz unabhängig von Partnerschaft?
  • Wofür bewunderst du dich selbst – auch in kleinen Dingen?
  • Wer bist du, wenn niemand etwas von dir erwartet?

Du bist mehr als dein Beziehungsstatus. Und mehr als das Ende dieser Beziehung. Du bist ein Mensch mit Bedürfnissen, Träumen, Werten und das verändert sich nicht.genau das 

Liebevoll loslassen lernen

Loslassen bedeutet nicht, dass dir die Beziehung egal war. Es heißt: Du erkennst an, was war – und gibst dir selbst die Erlaubnis, neu zu beginnen.

Impulse für deinen Abschluss:

  • Ein Abschiedsritual: Schreib einen Brief an deinen ehemaligen Partner, ohne ihn abzuschicken. Sag alles, was du noch sagen willst. Und dann: verbrenne oder vergrabe den Brief. Mach Raum für Neues.
  • Eine Liste von Erkenntnissen: Was hast du in der Beziehung gelernt? Was nimmst du mit? Und was lässt du bewusst zurück?
  • Der Wunsch für die Zukunft: Frage dich – Was wünsche ich mir künftig von einer Beziehung? Und was wünsche ich mir von mir selbst?

Beziehungsmuster erkennen und verändern

Viele Menschen erleben wiederkehrende Muster in Beziehungen, z.B. emotionale Abhängigkeit, übermäßige Anpassung oder Angst vor Nähe. Diese Muster sind nicht dein Fehler, sondern ein Signal: Jetzt darfst du liebevoll hinschauen. Die Veränderung beginnt bei dir!

Fazit: Trennung verarbeiten – und dich slebst neu entdecken

Eine Trennung ist schmerzhaft. Aber sie kann auch ein Wendepunkt sein: Ein Moment, in dem du dich selbst wieder findest, dich stärkst, dich siehst.

  • Du darfst traurig sein, weil du tief geliebt hast. 
  • Du darfst wütend sein, weil etwas Wichtiges zu Ende ging. 
  • Und du darfst heilen, in deinem Tempo. 

Wenn du dich auf diesem Weg begleiten lassen möchtest, dann empfehlen wir dir den Online-Kurs: “Liebeskummer überwinden” in der Stefanie Stahl Akademie. Verstehe deinen Schmerz, erkenne alte Muster und finde zurück in deine Kraft:  Klicke hier für mehr Informationen zum Online-Kurs!

Silent Treatment – Wenn Schweigen zur Qual wird

Was genau ist Silent Treatment – und was macht es so verletzend?

Toxisches Schweigen ist keine Gesprächspause, um kurz abzukühlen und die Gedanken zu sortieren. Es ist eine Form von emotionaler Gewalt, die durch gezielten Rückzug, verunsichert, kontrolliert und Macht über das Gegenüber ausübt. Die Kommunikation wird dabei gezielt verweigert – abrupt, kommentarlos, manchmal über Tage oder Wochen. Für die betroffene Person bedeutet das oft: totale emotionale Orientierungslosigkeit.

Besonders verletzend ist, dass du nicht weißt, was du falsch gemacht haben sollst. Du wirst ignoriert und fühlst dich wertlos.

Menschen mit einem hohen Bedürfnis nach emotionaler Nähe und Verbindung empfinden dieses Verhalten als besonders qualvoll:

Das toxische Schweigen trifft uns dort, wo wir am verletzlichsten sind: Inunserem Bedürfnis nach Sicherheit, Verständnis und Zugehörigkeit.

Warum schweigen Menschen?

Nicht jede Form von Schweigen ist gleich toxisch. Manchmal braucht jemand einfach Raum, um sich zu sortieren und äußert das auch. Doch beim Silent Treatment bzw. beim toxischen Schweigen fehlt genau das: die Kommunikation über die Kommunikation. 

Hinter dem Schweigen steckt oft:

  • ein Bedürfnis nach Kontrolle oder Dominanz, 
  • ein unbewusster Selbstschutz aus Überforderung,
  • oder ein manipulatives Muster, um “den anderen” zu bestrafen. 

Menschen mit ungelösten inneren Konflikten – etwa aus der Kindheit – können auf Nähe mit Rückzug reagieren. Besonders dann, wenn Bindung einst mit Schmerz, Kritik oder Abwertung verknüpft war. Schweigen wird dann zur Schutzmauer und manchmal zur Waffe

Du möchtest mehr über toxische Beziehungen und subtile Manipulation erfahren? Dann klicke hier und lies unseren Beitrag zu: “Toxisch heißt nicht immer böse – Wie du ungesunde Dynamiken in Beziehungen erkennst”.

Was macht das Schweigen so quälend?

Für Betroffene fühlt sich toxisches Schweigen oft an wie ein emotionales Vakuum. Das Gegenüber ist physisch vielleicht noch da, aber emotional unerreichbar. Das führt zu:

  • Verlust des Realitätssinns (“Bin ich zu viel? Zu sensibel? Zu fordernd?”)

Wenn du als Kind bereits gelernt hast, Liebe mit Leistung oder Rücksichtnahme zu verknüpfen, kann Schweigen – ob toxisch oder nicht – tiefgreifende Wunden aktivieren. Dein inneres Kind fühlt sich verlassen und du kämpfst noch mehr um Nähe. Oft auf Kosten deiner Selbstachtung. 

Du möchtest deine Muster verstehen und alte Prägungen auflösen? Dann klicke hier und schau dir Stefanie Stahls Bestseller-Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden” an und lerne deinem inneren Kind mit Liebe und dir selbst mit mehr Selbstachtung zu begegnen.

Woran erkennst du Silent Treatment in deiner Beziehung?

Nicht jedes Schweigen ist toxisch. Aber wenn du…

  • nach einem Streit konsequent ignoriert wirst,
  • auf Nachrichten oder Fragen keine Antwort bekommst,
  • dich entschuldigst, ohne zu wissen, wofür,,
  • dich klein, machtlos oder schuldig fühlst,
  • das Gefühl hast, du musst dich “korrekt” verhalten, um überhaupt wieder beachtet zu werden…

… dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du unter emotionaler Manipulation durch toxisches Schweigen leidest.

Und: Du darfst das ernst nehmen.

Du willst mehr zum Thema Manipulation erfahren. Dann klicke hier und lies unseren Beitrag “Mini-Machtspiel oder emotionale Manipulation? 7 Anzeichen für verstecktes Gaslighting im Alltag”. 

Was kannst du tun, um dich vor toxischem Schweigen zu schützen?

  1. Erkenne das Beziehungsmuster
    Du bist nicht „empfindlich“. Du bist feinfühlig  und das sowie dein Bedürfnis nach Verbindung wird ausgenutzt. Silent Treatment ist eine Form von emotionaler Kontrolle. Und es ist nicht deine Aufgabe, es auszuhalten.Frage dich: 
  1. Sag innerlich (und vielleicht auch laut): Stopp
    Du hast ein Recht auf Kommunikation und Klarheit. Ein Satz wie „Ich bin bereit, zu reden – aber ich bin nicht bereit, dein Schweigen wortlos auszuhalten“ kann ein erster Schritt aus der Ohnmacht sein. Du kannst das Verhalten des anderen nicht kontrollieren, aber deine Reaktion darauf.
  2. Stärke deinen Selbstwert
    Wenn du dich emotional klein machst, nur um wieder Nähe zu spüren, verlierst du dich. Lerne, für dich selbst einzustehen, statt dich anzupassen. Erinner dich:
  • Du darfst Bedürfnisse haben.
  • Du darfst Gefühle äußern.
  • Du darfst da sein, auch wenn’s unbequem ist. 
  1. Hol dir Unterstützung
    Du musst dieses Verhalten nicht alleine verarbeiten. Austausch mit Freund:innen, Coaching oder Therapie können dir helfen, die Dynamik zu durchbrechen – und dich selbst wieder klarer zu sehen. Vielleicht beginnt alles mit mehr Selbstmitgefühl für dich selbst, mit einem einfach Satz wie: “Ich verdiene Respekt, nicht Schweigen”.

Was, wenn du selbst zum Schweigen neigst?

Schweigen kann auch Schutz sein – besonders vor Überforderung oder vor innerer Unsicherheit. Doch wenn dein Schweigen zum Machtmittel wird, lohnt es sich, hinzuschauen. Oft liegen dahinter unbewusste Prägungen – Muster aus der Kindheit, die heute nicht mehr hilfreich sind.

Wenn du merkst, dass du dich regelmäßig zurückziehst, statt dich zu öffnen, frag dich: 

  • Was will ich in diesem Moment vermeiden?
  • Welche Gefühle sind da, für dich keine Worte finde?
  • Woher kenne ich dieses Muster?

Vielleicht war Schweigen früher deine einzige Möglichkeit, dich zu schützen. Aber heute darfst du neue Strategien lernen. Strategien, die Nähe zulassen, ohne dich selbst zu verlieren.

Fazit: Du bist nicht machtlos, wenn geschwiegen wird

Silent Treatment ist keine Kleinigkeit. Es hinterlässt emotionale Spuren – oft tiefer als ein lauter Streit. Aber du bist dem nicht ausgeliefert. Du kannst lernen, dich abzugrenzen. Du darfst dich schützen. Du darfst Grenzen setzen. Du darfst deine Bedürfnisse benennen. 

Und vor allem: Du darfst dich selbst wieder spüren – mit allem, was du fühlst.

Du willst raus aus emotionaler Ohnmacht und rein in stabile Beziehungen?
Dann klicke hier und entdecke den Online-Kurs „Abgrenzung – Selbstfürsorge statt schlechtes Gewissen“ von Stefanie Stahl. Dieser ist eine wertvolle Begleitung, um endlich zu lernen, wie man klare Grenzen setzt  und wieder mehr innere Sicherheit verspürt.

Weiblicher Narzissmus: Die verdeckte Seite toxischer Muster verstehen und heilen

Die unsichtbare Seite – Warum weiblicher Narzissmus oft nicht erkannt wird

“So lieb, so hilfsbereit, so aufopfernd” – Wie kann das Narzissmus sein? Wenn wir an Narzissmus denken, stellen wir uns oft selbstverliebte, dominante Persönlichkeiten vor. Menschen, die laut auftreten, sich in den Mittelpunkt drängen und kaum Rücksicht auf andere nehmen. Dieses Bild ist weit verbreitet und vor allem männlich geprägt. 

Doch es gibt auch eine andere Seite. Eine, die oft übersehen wird, weil sie sich nicht ins Rampenlicht drängt, sondern subtil im Hintergrund wirkt: der weibliche Narzissmus – insbesondere in seiner verdeckten Form. 

 

Warum wir weiblichen Narzissmus oft nicht erkennen

Der verdeckte weibliche Narzissmus tarnt sich. Statt sich offen zu inszenieren, wirkt er nach außen sensibel, empathisch und fürsorglich. Frauen mit diesen narzisstischen Strukturen erscheinen häufig angepasst, kontrolliert, manchmal sogar schüchtern. Dahinter verbirgt sich jedoch oft ein enormer Wunsch nach Kontrolle, Anerkennung und die Angst nicht zu genügen. 

Diese Dynamik ist eine Form des Selbstschutzes: Eine perfektionierte Fassade dient dazu, innere Verletzungen zu verstecken. Und genau deshalb bleibt weiblicher Narzissmus häufig unerkannt, sowohl von anderen als auch von den Betroffenen selbst. 

In der “Stahl aber herzlich”-Podcastfolge “Stress mit den Eltern – ist meine Mutter eine Narzisstin?” spricht Stefanie Stahl mit Max, der den Verdacht gekommen ist, dass seine Mutter narzisstisch sein könnte. Ob hinter dem Verhalten von Max’ Mutter wirklich Narzissmus steckt oder ob Max selbst eher ein Problem mit Abgrenzung und Schuldgefühlen hat, erfährst du in dieser Podcastfolge

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Gender-Rollen: Wie unsere Erwartungen blenden

Ein Grund für die Unsichtbarkeit liegt in den traditionellen Geschlechterrollen. Weibliches Verhalten wird häufig mit Fürsorge, Zurückhaltung und Anpassung assoziiert. Wenn eine Frau besonders viel gibt, sich aufopfert oder emotional reagiert, sehen wir darin oft Empathie und nicht Kontrolle. Emotionales Drama interpretieren wir als Sensibilität, nicht als Manipulation

Männer mit narzisstischen Mustern gelten schnell als “toxisch”. Narzisstische Frauen dagegen bleiben unentdeckt – ihre Strategien sind stiller, aber nicht weniger wirkungsvoll. 

 

Typische Erscheinungsformen: Wenn Manipulation nicht offensichtlich ist

Weiblicher Narzissmus zeigt sich oft in emotionaler Erpressung, Schulmanagement und passiv-aggressiven Dynamiken. 

Typische Muster sind: 

  • Emotionale Abhängigkeit: “Ich mache alles für dich – warum bist du so kalt zu mir?” 
  • Die stille Kontrolle: Hilfe wird angeboten, ohne dass sie gewollt ist und später als Druckmittel genutzt. 
  • Opferhaltung als Machtmittel: “Ich bin immer die, die leidet. Immer werde ich verletzt”.
  • Perfektionismus: Das Bild nach außen muss makellos sein – Haus, Job, Beziehung, Körper. Alles muss perfekt wirken, damit das fragile Selbstbild stabil bleibt. 

Diese Mechanismen laufen oft unbewusst ab, aber sie sind wirksam. Auf die Betroffenen selbst, auf Partner:innen, Kinder, Freund:innen oder Kolleg:innen. 

 

Verdeckter Narzissmus ist nicht weniger schädlich nur subtiler 

Während offener Narzissmus durch Grandiosität und Selbstüberschätzung auffällt, wirkt verdeckter Narzissmus eher durch emotionalen Druck und das ständige Gefühl beim Gegenüber, sich falsch zu verhalten. Man kann es nie ganz richtig machen, fühlt sich schuldig, obwohl keine klaren Vorwürfe im Raum stehen. Diese Form ist schwer zu greifen, aber sie kann Beziehungen ebenso zerstören wie die offene, dominante Variante

Du willst mehr über Narzissmus erfahren? Dann klicke hier und lese unseren Deep Dive zum Thema “Narzissmus erkennen und verstehen: Psychologische Strategien für den Alltag”.

 

Reflektionsfragen

  • Kennst du Situationen, in denen jemand immer wieder auf subtile Weise Schuldgefühle bei dir ausgelöst hat?
  • Wie gehst du mit Personen um, die auf Rückzug oder Emotionalität setzen, wenn du Grenzen setzt?
  • Hast du selbst manchmal das Gefühl, dich nur durch Perfektion oder Leistung wertvoll zu fühlen? 

 

Wo weiblicher Narzissmus auf Selbstschutz trifft: Biografie, Trauma & emotionale Prägungen

Weiblicher Narzissmus entsteht nicht im luftleeren Raum. Er ist – wie viele psychologische Schutzmechanismen – ein Ausdruck von emotionalem Überlebenswillen. Bevor wir verurteilen, sollten wir verstehen. Denn hinter vielen narzisstischen Mustern verbirgt sich eine Biografie voller Nicht-Gesehen-Werden, emotionaler Vernachlässigung oder fehlender emotionaler Spiegelung. 

 

Weiblicher Narzissmus als Schutz, nicht als Bosheit

In der Arbeit mit dem Schattenkind beschreibt Steffi genau diese Dynamik: Wenn ein Kind erlebt, dass es nur durch Leistung, Anpassung oder Selbstverleugnung geshen wird, beginnt es unbewusst eine Überlebensstrategie zu entwickeln. Diese Strategie kann später wie Narzissmus aussehen, ist aber in Wirklichkeit eine Form der Selbststabiliserung. 

Narzisstische Frauen sind selten “egozentrisch geboren”. Sie sind oft emotional verletzt worden und versuchen, diese Wunde durch Kontrolle, Perfektion oder emotionale Überlegenheit zu verschließen. 

 

Weiblicher Narzissmus: Die typischen Prägungen in der Kindheit

  1. Emotionale Vernachlässigung: Wenn Gefühle wenig Raum hatten, lernt das Kind: “Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig”. Später wird Aufmerksamkeit zur Überlebensressource. 
  2. Parentifizierung: Kinder, die früh Verantwortung für das Gleichgewicht ihrer Eltern übernehmen mussten, entwickeln häufig ein Helfer- oder Überangepasstheitsmuster. Das oft die Wurzel für verdeckt-narzisstisches Verhalten ist. 
  3. Überhöhte Idealisierung: Wurde das Kind zu stark bewundert, aber nie wirklich gesehen, entwickelt es eine übermäßige Fixierung auf äußere Anerkennung, als einziger Halt im Selbstwert. 

 

Trauma als Boden für narzisstische Muster

Viele narzisstische Verhaltensweisen basieren auf Bindungstrauma. Das Kind lernt: “Ich werde nur geliebt, wenn ich funktioniere”. Der emotionale Schmerz, nicht bedingungslos angenommen zu sein, wird abgespalten und durch eine Scheinidentität ersetzt: die perfekte Tochter, die erfolgreiche Frau, die hingebungsvolle Freundin. Doch diese Maske fordert ihren Preis. 

Ein Beispiel: Eine Frau, die als Kind ständig hörte: “Reiß dich zusammen” und “Sei nicht so empfindlich”, entwickelt in ihrer Jugend ein nahezu makelloses Bild nach außen. Sie hilft, sie glänzt, sie funktioniert, aber wehe, man kritisiert sie oder sieht sie nicht, wie sehr sie sich anstrengt. Dann bricht innerlich alles zusammen. 

In der therapeutischen Arbeit zeigt sich: Es ist nicht Stolz, der hier handelt, sondern tiefe Angst vor Entwertung. Der Narzissmus schützt das innere Kind vor der Wiederholung früherer Ohnmacht. 

 

Weiblicher Narzissmus: Was das für dich bedeutet

Wenn du bei dir selbst oder anderen narzisstische Tendenzen erkennst, frage dich: 

  • Welche Erfahrungen könnten dahinter stecken? 
  • Wann habe ich begonnen, mich emotional zu schützen, statt mich zu zeigen? 

Verurteilung bringt uns nicht weiter. Aber Verständnis schon. 

 

Wenn Nähe zur Gefahr wird: Beziehungsdynamiken mit verdeckt-narzisstischen Frauen

Verdeckter weiblicher Narzissmus entfaltet seine Wirkung selten offensichtlich, dafür oft nachhaltig. Die Beziehungen dieser Frauen wirken zunächst liebevoll, fürsorglich und aufmerksam – bis ein subtiler Wandel einsetzt. Nähe wird zur Performance. Und Kontrolle zum Instrument. Denn hinter dem Bedürfnis nach Verbundenheit steht oft eine unbewusste Angst: “Wer mich wirklich sieht, könnte mich verlassen”. 

 

Die typische Dynamik von weiblichen Narzissmus: Nähe – Schuld – Rückzug

Viele Menschen, die in Partnerschaften, Freundschaften oder familiären Beziehungen mit verdeckt-narzisstischen Frauen leben, berichten von wiederkehrenden Mustern: 

  • Zunächst viel Nähe, dann emotionale Kälte
  • Hohe Erwartungen, die unausgesprochen bleiben
  • Schuldgefühle, wenn man nicht “funktioniert”
  • Verdeckte Drohungen mit Liebesentzug 
  • Emotionale Erpressung durch Opferhaltung (“Ich hab doch nur…”)
  • Perfektes Außenbild – und Chaos im Inneren

Diese Dynamik bezeichnet Stefanie Stahl als “Spiegelmechanismus”: Die verdeckt-narzisstische Frau spiegelt sich in ihrem Gegenüber. Ist der andere empathisch, präsent, bewundernd – fühlt sie sich sicher. Entzieht sich der andere oder hinterfragt, bricht das System zusammen. Es folgt Rückzug, Kälte oder Drama – ein Versuch, das Gleichgewicht wiederherzustellen. 

 

Warum diese Muster so schwer zu erkennen sind

Verdeckter Narzissmus wirkt nicht “toxisch” im klassischen Sinn. Statt Dominanz gibt es Selbstaufopferung, statt Lautstärke eher stille Manipulation. Das Umfeld reagiert mit Verwirrung, Schuldgefühlen und innerer Erschöpfung. 

Typische Gedanken von Betroffenen:

  • “Ich kann es ihr nie recht machen”. 
  • “Wenn ich etwas sage, fühle ich mich wie der Böse”. 
  • “Sie tut so viel, aber irgendwie stimmt da was nicht”.

Besonders in Mutter-Kind-Beziehungen ist dieses Muster verbreitet: Die Mutter wirkt fürsorglich, kümmert sich, opfert sich auf. Doch die emotionale Botschaft lautet: “Ich bestimmte, wie du dich zu fühlen hast”. 

Du möchtest mehr über toxische Dynamiken in Beziehungen erfahren. Dann klicke hier und lies weiter – “Toxisch heißt nicht immer böse – Wie du ungesunde Dynamiken in Beziehungen erkennst”.

 

Auswirkung von weiblichen Narzissmus auf das Gegenüber

Viele Partner:innen berichten, dass sie sich selbst verlieren, weil alle emotionalen Reaktionen von der Stimmung der narzisstischen Person abhängen. Es entsteht eine Art emotionales Geiselverhältnis. 

 

Wie man sich vor Narzissmus schützt: Grenzen, Klarheit, Kontakt zu sich selbst

  1. Grenzen setzen auch wenn sie nicht gefallen

Eine gesunde Beziehung erträgt Autonomie. Wenn du spürst, dass dein “Nein” Schuld oder Druck auslöst: Halte stand. 

  1. Klar benennen, ohne Schuldzuweisung

Statt: “Du bist immer so manipulativ”. 

Lieber: “Ich fühle mich oft schuldig, obwohl ich nichts falsch gemacht habe”. 

  1. Auf Körpersignale achten

Oft reagiert dein Körper früher als dein Verstand: Druck auf der Brust, Enge im Hals, Rückzug. Diese Signale sind ernst zu nehmen. 

  1. Verbindung zu anderen Beziehungen stärken

Narzisstische Bindungen isolieren oft. Suche bewussten Austausch mit Menschen, bei denen du dich frei fühlst. 

  1. Therapeutische Begleitung suchen

Besonders in Mutter-Kind- oder Liebesbeziehungen kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung zu haben, um emotionale Abhängigkeit zu lösen. 

 

“Du darfst raus aus der Rolle, dich verantwortlich für das Gleichgewicht anderer zu fühlen” – Stefanie Stahl

 

Heilung statt Schuld: Wie man narzisstische Muster erkennt, reflektiert und sich selbst stärkt

Weiblicher Narzissmus ist kein Stigma. Sondern ein Ausdruck tiefer Verletzung. Und auch wenn das Verhalten für das Umfeld belastend ist: Dahinter steckt meist kein “böser Charakter”, sondern ein Schutzpanzer. Eine Identität, die auf Schmerz gebaut wurde. 

 

Von Schuld zu Verantwortung – für beide Seiten

Der zentrale Gedanke in der Arbeit mit narzisstischen Mustern lautet nicht: “Wer ist schuld?” Sondern: “Wer übernimmt Verantwortung?” Für dein Verhalten. Für seine Heilung für die Beziehung zu sich selbst. 

“Das Schattenkind ist nicht Schuld, aber es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass es nicht ständig das Steuer übernimmt” – Stefanie Stahl 

 

Selbstreflektion statt Selbstverurteilung

Der erste Schritt ist die ehrliche Innenschau:

  • Welche Beziehungen haben mich geprägt? 
  • Was musste ich leisten, um geliebt zu werden?
  • Wie gehe ich mit Ablehnung, Kritik oder Nähe um? 
  • Nutze ich (bewusst oder unbewusst) emotionale Kontrolle?

Diese Fragen sind unbequem, aber sie machen frei. Denn was erkannt wird, kann verändert werden. 

 

Der Weg zur Veränderung: Vom narzisstischen Muster zur echten Verbindung

  1. Das Schattenkind verstehen

Verdeckter Narzissmus entsteht oft aus einem Kind, das sich wertlos, übersehen oder nicht liebenswert fühlte. Die “Fassade” ist ein Schutz. Wenn du beginnst, dieses innere Kind zu sehen und zu versorgen, wird das Muster weicher.

  1. Das Sonnenkind aktivieren

Es braucht keine Perfektion. Nur echte Verbindung. Das Sonnenkind in dir weiß: Du bist wertvoll, auch wenn du scheiterst. Auch ohne Maske. Auch ohne Drama. 

  1. Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung

Veränderung geschieht nicht durch Selbstkritik. Sondern durch liebevolle Annahme. Selbstmitgefühl ist der Boden, auf dem nachhaltige Entwicklung wächst.

  1. Verantwortung übernehmen – im Kontakt mit anderen

Wer narzisstische Muster in sich erkennt, darf sich fragen: Welche Dynamik sende ich aus? Wo nutze ich Schuld, Nähe oder Aufopferung als Tauschmittel? Und dann, ganz ohne Verurteilung, neue Wege gehen. 

  1. Grenzen akzeptieren – auch bei anderen

Wenn du mit verdeckt-narzisstischen Personen zu tun hast, ist es nicht deine Aufgabe, sie zu therapieren. Du darfst Mitgefühl haben und trotzdem gehen. Oder bleiben. Aber immer in Verbindung mit dir. 

 

Beziehung als Spiegel

Beziehungen sind oft der Ort, an dem unbewusste Muster sichtbar werden. Wenn du immer wieder in Beziehungen gerätst, in denen du dich klein fühlst, aufopferst oder emotional erpresst wirst, ist das kein Zufall. Es ist ein Spiegel und eine Einladung zur Heilung. 

“Heilung beginnt dort, wo du aufhörst, dich für deine Verletzlichkeit zu schämen” – Stefanie Stahl

 

Fazit: Wenn Selbstschutz zum Muster wird und Heilung mit Bewusstsein beginnt

Weiblicher Narzissmus ist subtil. Und gerade deshalb so schwer zu greifen – für andere, aber oft auch für die Betroffenen selbst. Statt offenkundiger Selbstüberhöhung zeigt sich ein ständiger innerer Kampf: zwischen Perfektionismus und Selbstzweifeln, zwischen emotionaler Kontrolle und Sehnsucht nach echter Nähe, zwischen Opferrolle und stillem Machtspiel. 

Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Dahinter liegt keine Bösartigkeit. Sondern Schmerz. Kindliche Schutzstrategien, die sich in Erwachsenenbeziehungen fortsetzen. Was früher überlebenswichtig war – emotionale Trennung, Überanpassung, Manipulation – wird später zur Belastung. 

Ob du dich selbst in narzisstischen Dynamiken wiedererkannt oder mit jemandem zu tun hast, der verdeckt narzisstische Züge zeigt: Der erste Schritt ist immer der gleiche – hinschauen. Und dann ganz sanft, aber klar sagen: “So will ich nicht mehr mit mir (oder anderen umgehen”. Denn nur wer versteht, woher ein Muster kommt, kann es wirklich loslassen. 

 

Du willst tiefer eintauchen? Steffis Empfehlungen

Mehr zu weiblichen Narzissmus erfährst du in der “So bin ich eben”-Podcastfolge mit Dr. Bärbel Wardetzki: Hier klicken und “Weiblicher Narzissmus (mit Dr. Bärbel Wardetzki)” anhören. 

Oder vielleicht willst du eine Folge “Stahl aber herzlich” hören: Klicke hier, um “Kindheitstrauma: Meine Mutter ist eine Narzisstin” zu hören. 

Lieber weiterlesen? Dann klicke hier für den Blogbeitrag: “Mini-Machtspiel oder emotionale Manipulation? 7 Anzeichen für verstecktes Gaslighting im Alltag”.

 

Eine Übung für dich: Das innere Spiegelbild klären

Erkenne und hinterfrage narzisstische Muster, integriere dein Schatten- und Sonnkind und baue eine echte Verbindung zu dir selbst auf. 

Diese Übung ist geeignet für Menschen, die sich selbst in verdeckten narzisstischen Mustern wiederfinden oder deren Beziehungsmuster von Schuld, Anpassung und Kontrolle geprägt sind. 

 

Schritt 1: Journaling – Der stille Blick auf dich selbst

Nimm dir dein Tagebuch oder ein leeres Blatt Papier. Beantworte folgende Fragen so ehrlich und wertfrei wie möglich: 

  • In welchen Momenten fühle ich mich klein, abhängig oder emotional ausgeliefert? 
  • Wo wünsche ich mir Aufmerksamkeit und wie versuche ich, sie zu bekommen?
  • Habe ich das Gefühl, andere schulden mir etwas für mein Engagement, meine Fürsorge, mein “Funktionieren”?

Tipp: Schreibe nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Gefühl heraus. Was kommt auf, wenn du wirklich bei dir ankommst? 

 

Schritt 2: Kontakt zum Sonnenkind

Lege eine Hand auf dein Herz. Atme tief ein und schließe die Augen. Stell dir dein Sonnenkind vor – die Version von dir, die frei, neugierig, liebevoll ist.

Frage es: 

  • Was brauchst du wirklich – Aufmerksamkeit oder ehrliche Verbindung?
  • Was wäre ein kleiner Schritt, um dich heute aus freien Stücken sichtbar zu machen, ohne etwas zu “holen”?

Notiere, was kommt.

 

Schritt 3: Die Schattenkind-Botschaft entschlüsseln

Jetzt wende dich deinem Schattenkind zu. Höre hin:

  • Welche alten Glaubenssätze treiben dich an (z. B. “Ich genüge nur, wenn ich perfekt bin”)?
  • Wo kontrollierst du andere, um dich nicht ohnmächtig zu fühlen?
  • In welchen Momenten fühlst du dich schnell gekränkt oder unverstanden?

Die Aufgabe ist nicht, dich zu verurteilen – sondern zu verstehen. Und dann sanft neue Wege zu finden.

 

Schritt 4: Integration

Formuliere einen Satz, der beide Seiten würdigt: 

“Ich darf gut für mich sorgen – ohne andere kleinzumachen oder Kontrolle zu brauchen. Ich bin in Kontakt mit mir, nicht in Kampf mit mir”.

Lies diesen Satz jeden Tag. Laut. Vor dem Spiegel. Oder schreib ihn auf Post-its. Denn Veränderung beginnt mit Bewusstheit – und Wiederholung.

 

Mutter und Kind umarmen sich im Schnee

Bist du auf der Suche nach einem GEschenk?

Verschenke in diesem Winter einen Online-Kurs der Stefanie Stahl Akademie an deine Lieben und unterstütze sie damit auf dem Weg zu einem gestärkten Selbstwertgefühl, stabilen Beziehungen oder beim Überwinden ihres Liebeskummers.