Innere Stärke

Social Media und Selbstzweifel: Warum du dich ständig vergleichst und wie du das ändern kannst

Das innere Kind und der Wunsch nach Anerkennung

Vielleicht hast du früh gelernt: “Ich bin nur liebenswert, wenn ich etwas leiste, schön oder erfolgreich bin”. 

Dieses alte Muster wirkt bis heute in dir. Dein inneres Kind – jener Teil, der sich nach Annahme und Sicherheit sehnt  – reagiert sensibel auf alles, was es als “Nicht genug sein” empfindet. 

Jedes perfekte Bild auf Social Media kann wie ein kleiner Stich sein. Ein Trigger für alte Wunden: “Warum bin ich nicht so? Warum reicht es bei mir nie aus?”

Social Media: Inspiration oder Vergleichs-Falle?

Nicht jeder Vergleich ist per se schlecht. Wenn du dich sicher in dir fühlst, kann ein Blick nach außen dich sogar inspirieren. Schwierig wird es, wenn du dich minderwertig fühlst, dich schämst oder dich selbst abwertest. 

Typische Gedanken, die auf Selbstzweifel hindeuten:

  • “Ich sollte längst weiter sein”. 
  • “So werde ich nie aussehen, leben oder wirken”. 
  • “Alle anderen kriegen es hin, nur ich nicht”.

Frag dich in solchen Momenten: “Wem versuche ich eigentlich zu genügen?” Und: “Welche alte Stimme in mir meldet sich da gerade?” Ist es vielleicht das innere Kind, das sich nach Anerkennung sehnt? 

3 Tools, die dir helfen, den Vergleichs-Schmerz zu heilen

Beobachte dich liebevoll, statt dich zu verurteilen

Der erste Schritt ist nicht, anders zu fühlen, sondern bewusster. Wenn du beim Scrollen plötzlich spürst, wie sich ein Stich in dir ausbreitet, halte kurz inne. Sag dir: “Aha, da ist gerade ein Teil in mir, der sich klein fühlt. Und das ist okay”. 

Indem du dich selbst beobachtest, schaffst du Abstand. Du bist nicht dein Gefühl. Du hast ein Gefühl und das macht dich handlungsfähig

Tipp: Führe ein “Trigger-Tagebuch”. Notiere, wann du dich besonders unsicher fühlst. Oft taucht dabei ein Muster auf und damit ein alter Glaubenssatz, den du verändern kannst. 

Heile dein inneres Kind – den Ursprung des Vergleichs

Viele von uns vergleichen sich, weil sie tief glauben: “Ich bin nicht genug”. Dieser Glaubenssatz entsteht fast immer in der Kindheit – oft leise, subtil, aber prägend. Vielleicht hast du Liebe nur für gute Leistung oder angepasstes Verhalten bekommen. 

Dein inneres Kind sehnt sich bis heute nach bedingungsloser Annahme – vor allem von dir selbst. 

Im Online-Kurs der Stefanie Stahl Akademie “Das Kind in dir muss Heimat finden” lernst du, diesen verletzten Teil zu versorgen und zu stärken. Du erkennst: “Ich bin liebenswert – genau so, wie ich bin, ohne Perfektion”. 

Wenn du dich selbst mehr verstehst, wirst du dich automatisch weniger vergleichen: Hier klicken und mehr zum Kurs erfahren. 

Gestalte deine digitale Welt bewusst – statt dich gestalten zu lassen

Es muss kein kompletter Social-Media-Entzug sein. Entscheidend ist die Frage: Wie fühlst du dich nach dem Scrollen? 

Stell dir regelmäßig diese Fragen:

  • Fühle ich mich inspiriert oder ausgelaugt?
  • Verliere ich mich in Vergleichen oder finde ich neue Impulse?
    Folge ich Menschen, die mich stärken oder triggern sie meine alten Unsicherheiten?

Tipp: Räume deinen Feed auf, wie in deiner Wohnung. Folge Menschen, die echte, menschliche, nicht perfekte Inhalte teilen. Und frage dich beim Posten: “Tue ich das gerade für mich oder um jemandem zu gefallen?” 

Fazit: Du bist nicht falsch – du bist geprägt. Und du kannst das verändern.

Vergleichen ist menschlich. Doch wenn der Blick nach außen dich immer wieder verletzt oder lähmt, ist es Zeit, nach innen zu schauen. Nicht, weil du “zu sensibel” bist, sondern weil dein inneres Kind sich nach Annahme sehnt. 

Du kannst lernen, dich liebevoll abzugrenzen. Du darfst entscheiden, was in deinem Leben Platz hat – und was draußen bleiben darf. Du musst dich nicht verbiegen, um irgendwo dazuzugehören. 

Im Kurs der Stefanie Stahl Akademie “Persönliche Abgrenzung” lernst du genau das: Wie du bei dir bleibst, dich selbst schützt und dich von äußeren Vergleichen löst. Hier klicken und mehr über den Kurs erfahren. 

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Fang heute an, dich auch so zu behandeln.

Heimat in dir – Wie du emotionale Sicherheit in dir selbst findest

Warum emotionale Sicherheit bei dir selbst beginnt

Veränderung beginnt da, wo du beginnst, dich selbst ernst zu nehmen. Und zu verstehen, warum du manchmal auf dieselbe Art reagierst, obwohl du es eigentlich anders machen möchtest. Der Schlüssel dazu liegt in deiner Vergangenheit: beim inneren Kind. In diesem Blogbeitrag erfährst du, warum die Arbeit mit dem inneren Kind so transformierend ist – und wie du beginnst, dir selbst Halt zu geben, statt ihn permanent im Außen zu suchen. 

 

Psychologischer Hintergrund: Was ist das innere Kind?

Das innere Kind steht symbolisch für die Gefühle, Bedürfnisse und Erfahrungen aus unserer Kindheit, die wir in unserem heutigen Leben unbewusst mittragen. In der psychologischen Arbeit sprechen wir oft von emotionalen Schemata oder Prägungen. Diese frühen Erlebnisse formen unsere Überzeugungen, Reaktionen und Beziehungen – bis ins Erwachsenenalter.

Beispiel: Wenn du als Kind oft das Gefühl hattest, nicht gesehen zu werden oder nicht wichtig zu sein, kann daraus ein Glaubenssatz entstehen wie “Ich bin nicht gut genug”. Dieser wirkt fort, auch wenn du inzwischen weißt, dass du wertvoll bist.

Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet: alte Verletzungen erkennen, innere Anteile differenzieren (Schattenkind vs. Sonnenkind) und Schritt für Schritt die emotionale Selbstregulation stärken. 

 

Warum dein inneres Kind der Schlüssel für echte Veränderungen ist

Viele Verhaltensmuster laufen automatisch ab. Nicht weil wir bequem sind, sondern weil unser System Sicherheit sucht. Das innere Kind reagiert – nicht der erwachsene Teil in dir. Es meldet sich in Form von Wut, Angst, Scham oder übersteigertem Anpassungsbedürfnis.

  • Schattenkind = alte Verletzungen, Ängste, Scham
  • Sonnenkind = Ressourcen, Lebensfreude, innere Stärke 

Nur wenn beide Anteile gesehen werden, kann echte Integration entstehen. Studien aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) zeigen: Negative Glaubenssätze, die aus der Kindheit stammen, sind einer der stärksten Prädiktoren für langfristige psychische Belastung – aber auch der Ansatzpunkt für Veränderung.

 

Was ist kognitive Verhaltenstherapie?

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Weiter lesen? Stefanie Stahl hat für die “Welt” einen Artikel zum Thema verfasst: “Du kannst das nicht – Wie Glaubenssätze unser Leben beeinflussen”

Denk daran: Du musst das Schattenkind nicht loswerden. Du darfst es beruhigen – und das Sonnenkind wieder stärker in den Vordergrund holen. 

 

Glaubenssätze erkennen und hinterfragen

Die meisten Menschen wissen, dass sie “irgendwie immer wieder im selben Muster landen”. Aber sie wissen nicht, warum. Oder wie sie da rauskommen. 

Drei Schritte zur Veränderung:

  • Beobachten: Wann reagierst du emotional über? In welchen Situationen bist du besonders empfindlich?
  • Zurückfragen: Was glaube ich in dem Moment über mich? Woher könnte dieser Gedanke stammen? Ist das der Blick eines Kindes oder eines Erwachsenen?
  • Umformulieren: Beispiel – aus “Ich bin schuld” wird “Ich habe einen Fehler gemacht, aber ich bin okay”. 

Tipp: Schreibe dir deine häufigsten inneren Sätze auf und stelle ihnen neue freundlichere Gedanken gegenüber. 

 

Wie du emotionale Sicherheit in dir aufbaust

Veränderung braucht Sicherheit. Das innere Kind wird sich nicht ändern, wenn es sich bedroht fühlt. Es braucht eine sichere, erwachsene Instanz in dir, die sagt: “Ich bin da”. 

Was du tun kannst: 

  • Mitgefühl üben: Statt “Ich dreh durch!” sag: “Ich bin überfordert und das ist okay”. 
  • Visualisieren: Stell dir dein inneres Kind bildlich vor. Frag es: Was brauchst du gerade? 
  • Atem… als Anker: Bei starken Gefühlen – Tiefe Bauchatmung. 4 Sekunden ein, 6 aus. 
  • Somatische Techniken: z.B. die Schmetterlingsumarmung (“Butterfly Hug”) – sich selbst beruhigend umarmen. 

Wenn du möchtest, kannst du auch die “Sonnenkind-Trance” geführt von Stefanie Stahl machen, die aus ihrem Bestseller “Das Kind in dir muss Heimat finden” stammt: 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Langfristige Stärkung: 

  • Was nährt dein Sonnenkind? Schreiben, Natur, Bewegung, gute Gespräche? 
  • Welche Routinen geben dir Halt? Regelmäßigkeit erzeugt Stabilität. 
  • Wer sind deine sicheren Menschen? Auch emotionale Unabhängigkeit braucht Bindung. 

 

Fazit: Die Heimat in dir beginnt mit einer Entscheidung

Veränderung entsteht nicht durch Kampf. Sondern durch Kontakt. Mit dir. Mit dem Kind in dir. Und mit der Entscheidung dich liebevoll zu begleiten, auch wenn es schwierig wird. 

“Du musst dein Schattenkind nicht bekämpfen. Du darfst es in den Arm nehmen”. – Stefanie Stahl. 

Die Arbeit mit dem inneren Kind ist kein Ziel. Sie ist ein Weg. Und dieser Weg beginnt in dem Moment, in dem du aufhörst, dich zu verurteilen – und beginnst dich zu verstehen. 

 

Du willst tiefer eintauchen? – Steffis Empfehlungen

Weiterlesen: “Emotionale Unabhängigkeit: Warum es sich lohnt allein sein zu können – ohne einsam zu werden”

Melde dich für den Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden” – Ein Online-Kurs von Stefanie Stahl an – und lerne, wie du mit deinem inneren Kind arbeitest, um mehr emotionale Sicherheit zu gewinnen. 

Noch mehr Lektüre: “Wut als innere Kraft: So schützt du deinen Selbstwert”

Selbsthypnose: Ein Schlüssel zur inneren Stärke

Was ist Selbsthypnose?

Um die Symptome einer Panikattacke zu lindern, versuchen die meisten Menschen, der belastenden Situation zu entfliehen oder sich abzulenken. Dieses Verhalten verstärkt jedoch den Teufelskreis der Angst. Wenn du beispielsweise aus einer überfüllten U-Bahn flüchtest, signalisiert das deinem Gehirn, dass die Situation tatsächlich gefährlich war. Dies kann dazu führen, dass die nächste Panikattacke schneller eintritt.

Die Vorteile von Selbsthypnose

Effektiver Stressabbau
Indem du lernst, dich tief zu entspannen, kannst du deinem Geist und Körper regelmäßig eine Auszeit gönnen. So sinken Stresshormone wie Cortisol, während gleichzeitig dein Wohlbefinden steigt.

Fokus steigern
Selbsthypnose hilft dir, störende Ablenkungen auszublenden und dich besser auf deine Ziele zu konzentrieren. Gerade in unserem hektischen Alltag kann das den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Persönliche Entwicklung fördern
Durch gezielte Suggestionen kannst du alte Denkmuster erkennen und sie durch neue, stärkende Glaubenssätze ersetzen. So ebnest du den Weg für nachhaltige Veränderungen in deinem Leben.

Unterbewusstsein stärken
Viele Überzeugungen, die uns im Alltag beeinflussen, sind tief im Unterbewusstsein verankert. Mit Selbsthypnose kannst du genau dort ansetzen und positive Veränderungen von innen heraus bewirken.

Lebensqualität verbessern
Wer weniger gestresst und dafür mental fokussierter ist, genießt oft auch eine höhere Lebensqualität. Selbsthypnose vereint Entspannung, Zielorientierung und mehr Selbstvertrauen – ein starkes Trio für dein persönliches Wohlbefinden.

Tipp: Wenn du dich für die wissenschaftliche Basis interessierst, wirf einen Blick in diese Studie zur Hypnose. Sie zeigt, wie positiv sich Hypnosetechniken auf Stressbewältigung und mentale Gesundheit auswirken können.

So startest du mit Selbsthypnose

Der Einstieg in die Selbsthypnose erfordert keine Vorkenntnisse. Mit etwas Übung wirst du schnell Fortschritte machen.

selbsthypnose plan erstellen

Finde einen ruhigen Ort
Suche dir eine störungsfreie Umgebung. Schalte dein Handy aus und sorge für eine angenehme Atmosphäre, die Entspannung fördert.

Entspannungsposition einnehmen
Setze oder lege dich bequem hin, sodass dein Körper entspannen kann. Eine bequeme Sitzhaltung oder die Rückenlage sind ideal.

Auf die Atmung konzentrieren
Nimm ein paar tiefe Atemzüge. Spüre, wie sich dein Brustkorb hebt und senkt. Mit jeder Ausatmung kannst du dir vorstellen, dass du tiefer in den Entspannungszustand absinkst.

Positive Suggestion wählen
Formuliere einen Satz, der deine aktuelle Herausforderung thematisiert. Beispiele: „Ich lasse Stress los und finde innere Ruhe.“ „Ich bin fokussiert und voller Energie.“

Visualisieren
Stell dir möglichst lebhaft vor, wie du dein Ziel erreichst oder deine innere Stärke spürst. Nutze dabei alle Sinne: Wie sieht, klingt und fühlt sich deine Vision an?

Regelmäßig üben
Plane dir 10-15 Minuten am Tag ein. Konstanz ist der Schlüssel, damit sich neue Denkmuster in deinem Unterbewusstsein verankern.

Selbsthypnose: Dein Weg zu mehr Balance

Selbsthypnose ist sanft und doch äußerst wirkungsvoll. Du musst keine zusätzlichen Hilfsmittel kaufen und kannst die Technik jederzeit anwenden – ob in einer stillen Ecke deines Zuhauses oder zwischendurch im Büro, wenn du eine kurze Auszeit brauchst.

Es erfordert vielleicht etwas Geduld und Vertrauen, doch die Mühe lohnt sich. Mit jeder Sitzung lernst du dich besser kennen, stärkst dein Selbstvertrauen und baust innere Widerstandskraft auf.

Extra-Tipp: Starte deine Reise mit dem Online-Kurs von Stefanie Stahl

selbsthypnose kurs

Wenn du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung möchtest, bietet der Online-Kurs “Unterbewusstsein stärken – mit Selbsthypnose” von Stefanie Stahl genau das richtige Fundament für dich. Hier erhältst du strukturierte Übungen, wissenschaftliche Hintergrundinfos und wertvolle Praxis-Tipps, um Selbsthypnose in deinen Alltag zu integrieren.

Fazit

Selbsthypnose kann ein kraftvolles Werkzeug sein, um deinen Alltag bewusster, entspannter und erfolgreicher zu gestalten. Mit ein wenig Übung kannst du dein Unterbewusstsein gezielt auf Erfolg, innere Ruhe und positive Denkmuster ausrichten. Kombiniere regelmäßige Selbsthypnose mit weiteren Methoden wie Achtsamkeitsübungen, Meditation oder Sport – und erlebe Schritt für Schritt, wie sich dein Leben spürbar zum Positiven wandelt.

Abnehmen beginnt im Kopf – Warum Diäten nicht funktionieren

Diäten sind zwar sehr beliebt, aber oft langfristig nicht erfolgreich. Tatsächlich bewerten mehr als zwei Drittel der Befragten ihre Diät-Erfahrungen als langfristig erfolglos oder sogar als negativ. Dabei macht der Jojo-Effekt, demzufolge man nach Beendigung einer Diät wieder schnell das verlorene Gewicht (und vielleicht sogar ein bisschen mehr) zurückbekommt, oft einen Strich durch die Rechnung. Diäten sind für viele von uns gleichgesetzt mit Verzicht und Frustration.

In der ständig wachsenden Welt der Diäten und Ernährungstrends ist es wichtig, liebevoll zu sich selbst zu sein und zu erkennen, dass das Streben nach einem bestimmten Körperideal nicht über die eigene körperliche und psychische Gesundheit gestellt werden sollte. Ein paar Pfunde weniger sind nicht das Risiko wert, das mit extremen Diäten verbunden ist. Gleichzeitig kann es Umstände geben, in denen es aus gesundheitlichen Gründen wichtig ist, abzunehmen. Dafür braucht es bessere Strategien als diesen Diät-Kult.

les anderson xiy52D5Qxh4 unsplash 834x1024 1

Warum kommt es zum Jojo-Effekt?

Der Jojo-Effekt bezeichnet das Phänomen, bei dem Personen nach einer Diät häufig zunächst Gewicht verlieren, es jedoch nach Beendigung der Diät wieder zunehmen, oft sogar mehr als zuvor. Es gibt verschiedene Erklärungen, warum das so ist. Durch eine Diät spielt man seinem Körper eine Nahrungsknappheit vor. Der Körper passt sich an den Verzicht an, indem er den Grundumsatz an täglich verbrauchten Kalorien reduziert. Dies kann dazu führen, dass Hormone durcheinander geraten, was zu einem erhöhten Appetit und einem verminderten Sättigungsgefühl führt. Zu Beginn einer Diät verliert man möglicherweise zunächst Wasser und Muskelmasse, was zu einem niedrigeren Grundumsatz und einer verminderten Fitness führen kann.

Stress kann ebenfalls zu einem erhöhten Appetit führen, da der Körper Energie für den Ausnahmezustand benötigt, und der Verzicht während einer Diät kann den Körper zusätzlich stressen. Ständiges Wechseln zwischen verschiedenen Diäten kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und sogar Störungen des Immunsystems!

Außerdem kann die psychologische Ebene der Diäten problematisch sein und ebenfalls für einen Jojo-Effekt sorgen. Das Phänomen der selektiven Aufmerksamkeit besagt, dass das Verbot bestimmter Lebensmittel dazu führen kann, dass du häufiger an sie denkst und ein stärkeres Verlangen danach verspürst. Langfristig kann das zu Frustration und „Rückfällen“ nach der Diät führen. Zu Beginn werden Diäten durch schnellen Gewichtsverlust vielleicht als besonders belohnend wahrgenommen. Doch je länger die Diät andauert und je weniger Gewicht du verlierst, desto geringer kann auch deine Motivation werden.

charlesdeluvio D44HIk qsvI unsplash 834x1024 1

Die meist-gegoogelten Diäten und ihre Fallstricke

Die ketogene Diät ähnelt der Low-Carb-Diät, bei der der Verzehr von Kohlenhydraten wie Nudeln, Brot oder Kartoffeln weitgehend vermieden wird. Stattdessen wird die Energie hauptsächlich aus Fetten wie Butter, Eiern, Fleisch und Wurst gewonnen. Ein ähnliches Konzept fokussiert die Karnivore-Diät. Dabei konzentriert man sich hauptsächlich auf den Verzehr von Proteinen aus tierischen Quellen wie Fleisch, Fisch und Eiern.

Zu viel von dem Schlechten: Problematisch ist bei der ketogenen und der karnivorenen Diät der hohe Anteil von Fleisch. Besonders rotes Fleisch, welches über diese Richtmenge von maximal 500 Gramm hinaus verzehrt wird, gilt als bedenklich für die Gesundheit. Nach einer Harvard-Studie erhöht der tägliche Konsum von Wurst das Risiko für Darmkrebs, Diabetes-Typ-2 sowie jenes für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch der hohe Salzgehalt von Wurst ist schlecht für den Blutdruck.

Zu wenig von dem Guten: Grundsätzlich sind einseitige Diäten gesundheitlich bedenklich und fördern Mangelernährung. Also den ganzen Tag nur Äpfel oder Popcorn zu essen oder eine Woche lang nur Säfte zu trinken führt dazu, dass uns wichtige Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Und wenn wir nur Fette und Proteine essen? Grundsätzlich fehlen bei beiden Diäten Kohlenhydrate, die wichtige Energieliferanten für den Körper bereitstellen. Ebenso fehlen Ballaststoffe. Bei Ballaststoffen handelt es sich um Kohlenhydrate, die nicht oder nur teilweise verdaut werden können. Man findet sie primär in unverarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Ballaststoffe sind echte Superhelden für unsere Gesundheit: Sie sättigen lange und fördern die Verbrennung von Körperfett, tragen zur Darmgesundheit und niedrigen Blutfettwerten bei, können Bluthochdruck entgegenwirken und senken das Diabetesrisiko.

elena koycheva VmcIMhuWCac unsplash 835x1024 1

Nicht “was?” sondern “wann?” – Fasten als Ernährungstrend

Ein Trend seit einigen Jahren ist das Fasten. Dabei verzichtet man entweder tagelang auf Nahrung oder praktiziert Methoden wie das Intervallfasten, bei der beispielsweise innerhalb von 8 Stunden gegessen und dann 16 Stunden gefastet wird. Davon, tagelang auf Nahrung zu verzichten, wird aus gesundheitlichen Gründen dringend abgeraten.

Das Intervallfasten wiederum findet bei einigen Menschen Anklang, da man keine Lebensmittel verbietet. Durch die längere Pause zwischen den Mahlzeiten, kann man sich ein paar (meist ungesunde) Kalorien aus Snacks sparen. Zwischen den Mahlzeiten sollten 4-5h liegen. Man sollte weiterhin normal essen und keine größeren Portionen. Um trotzdem lange satt zu bleiben, kann man auf ausreichend Ballaststoffe und Proteine bei jeder Mahlzeit achten. Fasten ist weniger eine Diät, die kurzfristig durchgeführt wird, sondern mehr eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Dadurch ist es auch ein guter Weg, sein Gewicht zu halten.

Ob sich diese Methode für dich zum Abnehmen oder zum Halten des Gewichts eignet, solltest du definitiv prüfen, bevor du einfach loslegst. Ärztliche Absprachen sollten bei niedrigem Blutdruck, Stoffwechselerkrankungen, chronischen Krankheiten, Krebserkrankungen und Personen im hohen Lebensalter getroffen werden. Gefährlich kann Fasten insbesondere für Schwangere, stillende Mütter oder Kinder sein. Ebenso bei Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie und bei Untergewicht. Abgeraten wird auch bei Personen mit Migräne.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Risiken & Nebenwirkungen

Neben den bereits erwähnten körperlichen Risiken bergen Diäten ebenso eine Vielzahl von Risiken und Nachteilen auf psychologischer Ebene. Eine Studie zeigte, dass Personen, die häufig Diäten durchführen, später signifikant häufiger an Essstörungen wie Bulimie litten. Zudem haben Interviewstudien gezeigt, dass Diäten mit anderen psychischen Problemen verbunden sein können, wie einem gesteigerten Scham- und Druckgefühl. Bevor du eine Diät startest, solltest du dir bewusst sein, dass du dein vielleicht bestehendes gesundes Verhältnis zum Essen langfristig schädigen kannst.

Allerdings sind die Grenzen zwischen einer gesunden Ernährungsumstellung und einer schädlichen Diät oft verschwommen. Grob erklärt, können Diäten, bei denen wir z.B. täglich nur noch drei Eier und zwei Bananen essen, uns nicht nur körperliche Mangelerscheinungen sondern auch ein psychologisch gestörtes Verhältnis zum Essen bescheren. Wohingegen wir mit einer gesunden Ernährungsumstellung, bei der wir vielleicht mehr Gemüse und weniger Zucker konsumieren, durchaus abnehmen können, ohne uns körperlich zu schaden. Gewichtsverluste durch Ernährungsumstellungen können positive Auswirkungen auf die Stimmung und das Wohlbefinden haben.

pexels august de richelieu 4259703 834x1024 1

Was bedeutet denn eine gesunde Ernährung?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst pro Tag zu verzehren, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Zusätzlich sollten mindestens 30 g Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst pro Tag aufgenommen werden, um die Verdauung zu fördern und das Risiko von Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Es wird empfohlen, Fisch 1-2 Mal pro Woche zu essen, da er reich an Omega-3-Fettsäuren ist, die wichtig für die Gesundheit von Herz und Gehirn sind. Supplementieren lassen sich Omega-3-Fettsäuren natürlich auch, falls man sich vegetarisch oder vegan ernährt. Fleisch sollte dagegen eher selten auf dem Speiseplan stehen, während Eier ab und zu verzehrt werden können.

Um den Konsum von Salz und Zucker zu reduzieren, ist es ratsam, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren, da diese oft große Mengen dieser beiden Inhaltsstoffe enthalten. Ein reduzierter Salz- und Zuckerkonsum trägt dazu beit, das Risiko von Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Gesundheitsproblemen zu verringern.

Eine Abweichung vom Ernährungsplan und ich bekomme Panik – Was hilft?

Eigentlich haben wir vermutlich alle ein ungefähres Bild von dem, was unserem Körper gut tut und was nicht. Wenn man abnehmen möchte, führt kein Weg an einem Kaloriendefizit vorbei. Dies lässt sich allerdings gut aushalten, wenn wir uns durch z.B. Ballaststoffe länger satt fühlen. Zum Beispiel kommen auf die Kalorien von einem Schokoriegel ungefähr zwei Äpfel. Essen wir nun einen Apfel, statt eines Schokoriegels als Snack sind wir wahrscheinlich etwas länger satt und haben trotzdem weniger Kalorien und mehr Nährstoffe aufgenommen. Soweit so gut, aber manchmal hat man eben mehr Lust auf Schokolade! Und das ist auch ok. Wir sollten uns möglichst wenig Verbote auferlegen, da das zu zwanghaftem Verhalten führen kann. Dieses “Alles oder nichts denken“, also entweder esse ich immer nach meinem Plan oder gebe die Diät komplett auf, ist sehr schädlich für unsere Psyche. Ein Schokoriegel wird nicht gleich den kompletten Ernährungsplan über Bord werfen. Es ist sehr hilfreich, liebevoll zu uns selbst zu sein und sich „Ausrutscher“ zu verzeihen. Dann lieber einmal doch zum Schokoriegel greifen und ihn achtsam genießen, statt sich selbst fertig zu machen und zum Trost direkt einen zweiten zu essen.

pexels polina zimmerman 3746963 834x1024 1

Welche Faktoren sind wichtig zum Abnehmen?

Eine Studie ergab, dass 31% der befragten Personen, die Diäten durchführen, Bewegungsmangel als das größte Hindernis für den Gewichtsverlust betrachteten. Auch Ernährungsgewohnheiten und höhere Kosten für einen gesunden Lebensstil, sowie der notwendige Zeitaufwand wurden als Probleme benannt. Gemäß dieser Studie können folgende Maßnahmen tatsächlich helfen:

Man kann sich selbst konditionieren, indem man gesundes Essen ansprechend zubereitet. Sich selbst den Zugang zu gesunden und kalorienarmen Mahlzeiten durch Meal Prep bzw. Vorkochen zu erleichtern kann auch helfen. Unser Gehirn ist faul und entscheidet sich gerne für den einfachsten Weg. Deshalb reicht es manchmal für impulsives Essen, schon gesündere Snacks griffbereit zu haben.

Ebenso wird empfohlen, das Essverhalten mit der Stimmung in einem Tagebuch zu verschriftlichen, um Muster zu erkennen und zu durchbrechen. Wenn man merkt, dass man zum Beispiel in emotionalen Situationen immer wieder isst, kann man sich mit Alternativen für die Emotionsregulation auseinandersetzen. Beispielsweise bei Traurigkeit nicht essen, sondern mit Freund:innen telefonieren oder bei Wut Sport treiben. Sich eine Alternative zur Emotionsregulation anzugewöhnen braucht Übung und wir sollten einfühlsam mit uns selbst sein, wenn es nicht sofort klappt. Die alten Muster sitzen manchmal sehr tief und wir müssen uns die Zeit geben, sie zu überschreiben.

Ein erster Schritt könnte beispielsweise sein, deine Alternativen zu reflektieren und auch diese einfach zugänglich zu machen. Hilft es dir vielleicht, deine Gefühle und Gedanken in einer akuten Stresssituation erstmal aufzuschreiben, dann hab immer ein kleines Notizbuch in deiner Tasche. Oder wenn du merkst, dass dir Entspannungstechniken helfen, dann nimm dir eine möglichst einfache Atemübung (z.B. 3 sek. einatmen, 3 sek. halten, 3 sek. ausatmen) und übe diese in verschiedenen Situationen. Gute Strategien zu kennen, um mit deinen Gefühlen umzugehen, hilft dir nicht nur beim emotionalen Essen, sondern kann sich insgesamt positiv auf deine Psyche auswirken.

Praktische Achtsamkeits-Tipps

Kau deine Mahlzeiten langsam und zähl bewusst: Versuche, jeden Bissen mindestens 20-mal zu kauen. Das hilft auch bei der Verdauung!

Iss ohne Ablenkung: Schalte Fernseher, Handy oder Computer während dem Essen aus und konzentriere dich nur aufs Essen, um bewusster zu essen und den Genuss zu steigern.

Mach mal Pause: Lege das Besteck zwischen den Bissen hin und gönne dir eine kurze Pause, um das Essen zu genießen und auf dein Sättigungsgefühl zu achten.

Plane deine Mahlzeiten im Voraus: Nimm dir Zeit, um Mahlzeiten im Voraus zu planen und vorzubereiten, um Stress und spontane Entscheidungen zu vermeiden und eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Benutze kleine Teller: Verwende kleinere Teller und Schüsseln, um automatisch kleinere Portionen zu machen und Überessen zu verhindern.

Achte auf deinen Hunger: Iss nur, wenn du wirklich hungrig bist, anstatt aus Langeweile oder emotionalen Gründen zu essen, um ein gesundes Essverhalten zu fördern.

Genieße das Essen mit allen Sinnen: Nimm dir Zeit, um die Aromen, Texturen und Farben deiner Mahlzeiten bewusst zu genießen und den Genuss am Essen zu steigern.

Trinke Wasser: Trinke zwischen deinen Bissen Wasser, um den Magen zu füllen und das Sättigungsgefühl zu unterstützen.

Übe Dankbarkeit: Starte jede Mahlzeit mit einem Moment der Dankbarkeit für das Essen und die Nahrungsmittel auf deinem Teller, um deine Wertschätzung für deine Nahrung zu steigern.

pexels gary barnes 6231870 834x1024 1

Was gibt es noch zu beachten?

Eine langfristige Ernährungsumstellung, die ausgewogen und abwechslungsreich ist und ausreichend Nährstoffe liefert, ist entscheidend für ein gesundes Leben. Eine vollwertige und ausgewogene Ernährung liefert alle notwendigen Nährstoffe, die der Körper benötigt, um optimal zu funktionieren. Durch die Auswahl von frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln kann man sicherstellen, dass der Körper mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien versorgt wird.

Und wie so oft ist auch an dieser Stelle ausreichend Schlaf wichtig! Studien zeigen, dass Schlafmangel zum Beispiel den Stoffwechsel verändert und so das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen kann. Eine Studie zeigte, dass diejenigen Teilnehmer:innen, die nur vier bis fünf Stunden schliefen im Vergleich zu der Kontrollgruppe, die acht bis neun Stunden schliefen, offenbar mehr Kalorien zu sich nahmen, insbesondere in Form von Fett und Zucker. Eine kurze Nacht scheint also das Verlangen nach ungesunden Nahrungsmitteln zu steigern. Es gibt dafür verschiedene mögliche Erklärungen. Die Gründe dafür könnten zum einen in den Hunger- und Sättigungshormonen liegen, deren Konzentration sich durch Schlafmangel verändert. Es ist auch möglich, dass Schlafmangel die Selbstkontrolle beim Essverhalten beeinträchtigt. Ebenso ist es denkbar, dass man durch Schlafmangel stärker auf äußere Reize wie Stress oder ansprechende Nahrungsmittel reagiert.

Es ist ebenso wichtig, genügend Bewegung in den Alltag zu integrieren, um die körperliche Fitness zu erhalten und das Risiko von Krankheiten zu reduzieren. Regelmäßige körperliche Aktivität trägt nicht nur zur Gewichtskontrolle bei, sondern stärkt auch das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Stimmung und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Nach allem was wir wissen ist es so, dass Diäten nicht nur kurzfristig wirken, sondern langfristig auch negative Auswirkungen auf den Körper und die Psyche haben können. Neben dem Jojo-Effekt und möglichen gesundheitlichen Risiken besteht die Gefahr von Essstörungen und einem gestörten Verhältnis zum Essen. In solchen Fällen ist es wichtig, professionelle Hilfe aufzusuchen und sich bei Verdacht auf eine Essstörung an einen Therapeuten zu wenden. Darüber hinaus ist Selbstmitgefühl und Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und den eigenen Gefühlen vor und beim Essen von großer Bedeutung, um eine gesunde Beziehung zur Ernährung zu fördern.

Sich selbst finden

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Wann erkennen wir uns selbst?

Nach unserer Geburt müssen wir Vieles erst lernen und begreifen – auch das Selbst. Es gibt Evidenz für ein grundlegendes Selbstkonzept bei Menschen ab dem Alter von 18 – 24 Monaten. Getestet wird das mit dem so genannten Rouge Test, bei dem Kindern ein roter Fleck ins Gesicht gemalt und anschließend ein Spiegel gegeben wird. Wenn das Kind den Fleck im Gesicht berührt, spricht das dafür, dass es sich selbst im Spiegel erkannt hat. Andere Spezies wie Primaten, Delphine, Elefanten und Elstern zeigen dies übrigens auch.

toa heftiba XIAJd448FnY unsplash 834x1024 1

Wer bin ich? Selbstbeschreibungen im Laufe des Lebens

Im Kindergartenalter könnte unsere Selbstbeschreibung noch so ausgesehen haben: „Ich heiße Lukas und bin 4 Jahre alt. Ich bin ein Junge. Ich esse gerne Kekse. Ich erzähle immer lustige Witze.“ Es handelt sich um objektive Fakten, sowie konkrete, oft körperliche Eigenschaften und Vorlieben. Häufig sind diese Beschreibungen unrealistisch positiv. Im Laufe der Jahre werden wir immer besser darin, uns komplexer zu beschreiben und nutzen dafür Beziehungen und soziale Vergleiche.

Im Jugendalter sieht es dann vielleicht schon so aus „Ich bin Steffi und unternehme gerne viel mit meinen Freund:innen. Wenn ich bei denen bin, dann erzähle ich viel und andere fragen mich oft um Rat. Wenn ich irgendwo neu bin, bin ich aber oft erst mal schüchtern und habe Angst, etwas Falsches zu sagen.“ Jugendliche integrieren abstrakte Dinge in Selbstbeschreibungen, berichten häufig von Sorgen um soziale Kompetenzen und Akzeptanz. Außerdem sind sie auch dazu in der Lage zu erkennen, dass wir situationsabhängig durchaus widersprüchliche Eigenschaften zeigen können.

In der Sozialpsychologie geht man davon aus, dass die Sichtweise eines Menschen auf sich selbst auf einem Spektrum von zwei Aspekten definiert wird. Es ist ein Kontinuum bei dem auf der einen Seite die eigenen Gedanken, Gefühlen und Handlungen stehen und auf der anderen die Gedanken, Gefühlen und Handlungen von anderen. Denn wir definieren uns auch über unsere Beziehungen und sozialen Gruppen, denen wir uns zugehörig fühlen.

pexels monstera production 6186146 834x1024 1

Gibt es ein “wahres Selbst”, das ich finden kann?

Das Konzept eines „wahren Selbst“ ist komplex und kann je nach Perspektive unterschiedlich interpretiert werden. Es scheint jedoch, dass wir eher von einem Kerncharakter sprechen können, der durch unsere Persönlichkeitseigenschaften, genetische Veranlagungen und Lebenserfahrungen geformt wird, als von einem starren, unveränderlichen „wahren Selbst“. Wir sind dynamische Wesen, deren Identität sich im Laufe der Zeit entwickelt und in verschiedenen Kontexten unterschiedlich zum Ausdruck kommt. Die Reise zur Selbstkenntnis ist eine lebenslange Reise, die kontinuierliche Reflexion, Selbstakzeptanz und die Fähigkeit erfordert, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Indem wir uns bemühen, uns selbst besser zu verstehen und unsere wahre Natur zu erkennen, können wir ein authentisches und erfülltes Leben führen.

Die Reise zur Selbsterkenntnis beginnt oft damit, unsere eigenen Gefühle zu erkennen und zu verstehen. Dies erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit unseren Emotionen, den Situationen, in denen wir sie erleben und den Gründen dafür. Indem wir reflektieren, warum wir uns in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Weise fühlen und wie wir darauf reagieren, können wir tiefer in unser Inneres eindringen und mehr über uns selbst erfahren.

ABER: Viele grundlegende Prozesse spielen sich unbewusst ab. Wir sind dennoch in der Regel überzeugt davon, die wahren Ursachen zu kennen. Es ist wie ein Eisberg, bei dem neben den sichtbaren Eigenschaften unter der Oberfläche noch einiges unbewusst versteckt liegt. Die Sozialpsychologie geht davon aus, dass Menschen viele (kulturell bedingte) kausale Theorien für ihre Gefühle und ihr Verhalten haben, die aber nicht zwangsläufig auf sie individuell zutreffen müssen. Zum Beispiel: „Jetzt, wo es draußen so viel dunkel ist, bin ich immer ganz müde und niedergeschlagen.“ Diese allgemeine Erklärung führt vielleicht dazu, dass wir andere Möglichkeiten (z.B. Eisenmangel für Müdigkeit oder verdrängte Konflikte für Niedergeschlagenheit) nicht berücksichtigen. Vielleicht müssen wir also trotz unserer Reflexionsfähigkeiten akzeptieren, dass wir uns manchmal nicht verstehen oder uns Ursachen (noch) nicht eingestehen wollen oder können.

filipp romanovski dNfHrpItE2c unsplash 834x1024 1

Authentizität

Authentizität entsteht, wenn wir in der Lage sind, unsere wahre Natur ohne Masken oder Fassaden zu zeigen. Dies geschieht oft in der Gegenwart von Menschen, denen wir vertrauen und bei denen wir uns sicher fühlen. Menschen, die ihre eigenen Schwächen und Gefühle offen zeigen können, schaffen eine Atmosphäre der Offenheit und Ehrlichkeit, die es uns ermöglicht, ebenfalls authentisch zu sein.

Psychologische Tipps zur Selbstfindung

Über die Jahre hinweg machen wir eine Vielzahl von Erfahrungen und durchleben unterschiedliche Lebensphasen, die es uns ermöglichen, uns selbst besser kennenzulernen. Doch trotz dieser ständigen Weiterentwicklungen können wir uns manchmal immer noch unsicher über unsere eigene Identität fühlen. In einer Welt, die ständig in Bewegung ist und in der wir mit einer Fülle von Informationen und Einflüssen konfrontiert werden, kann es eine Herausforderung sein, unsere Gedanken zu sortieren und Klarheit über uns selbst zu erlangen. In diesem Abschnitt werden wir uns damit beschäftigen, wie wir uns selbst besser kennenlernen und unsere Gedanken ordnen können, um eine tiefere Verbindung zu unserer eigenen Identität herzustellen.

Wegweisende Fragen

Wegweisende Fragen sind ein guter Ausgangspunkt. Indem wir uns selbst Fragen stellen wie „Wer bin ich wirklich?“ oder „Was sind meine tiefsten Werte und Überzeugungen?“, können wir tiefer in unser Inneres vordringen und eine klare Vorstellung von unserer eigenen Identität bekommen. Auch das Reflektieren über unsere Vorlieben und Abneigungen sowie die Betrachtung von uns selbst aus der Perspektive anderer können dabei helfen, uns selbst besser kennenzulernen.

Ausprobieren

Ausprobieren ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstfindung. Durch das Experimentieren mit neuen Hobbys, Herausforderungen und sozialen Bindungen können wir entdecken, was uns wirklich Freude bereitet und was nicht. Es ist wichtig, offen für neue Erfahrungen zu sein und zu beobachten, wie wir auf verschiedene Situationen reagieren.

Sich in Beziehungen erleben

Sich in Beziehung zu erleben, kann ebenfalls eine wertvolle Möglichkeit sein, sich selbst besser zu verstehen. Indem wir mit (neuen) Menschen interagieren und beobachten, was wir an ihnen mögen und was nicht, können wir Erkenntnisse darüber gewinnen, was uns wichtig ist und welche Art von Beziehungen uns guttun.

Angst überwinden

Angst überwinden ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Selbstfindung. Oftmals tritt persönliches Wachstum außerhalb unserer Komfortzone auf. Indem wir unsere Ängste konfrontieren und aus unseren Erfahrungen lernen, können wir uns weiterentwickeln und persönlich wachsen.

Eigene Geschichte reflektieren

Die Narrative Psychologie schlägt vor, unsere Lebensgeschichte in Worte zu fassen. Indem wir unsere Geschichte reflektieren und sie in einen narrativen Rahmen bringen, können wir eine tiefere Kohärenz und Verständnis für uns selbst entwickeln.

Ambiguitätstoleranz entwickeln

Schließlich ist es wichtig, eine Ambiguitätstoleranz zu entwickeln. Das bedeutet, die Vielfalt unserer eigenen Facetten zu akzeptieren und zu lernen, mit Widersprüchen und Mehrdeutigkeit umzugehen. Sei offen dafür, dass Widersprüche ein normaler Teil des menschlichen Lebens sind und betrachte sie nicht als Hindernis, sondern als Chance, verschiedene Perspektiven zu verstehen. Übe Toleranz gegenüber den Widersprüchen, die du in dir selbst und anderen bemerkst. Akzeptiere die Unsicherheit, die mit Widersprüchen einhergehen kann, und konzentriere dich darauf, sie zu verstehen, anstatt von ihnen überwältigt zu werden. Mit der Zeit und etwas Übung wirst du eine größere Flexibilität und Offenheit im Umgang mit Widersprüchen entwickeln.

jackson simmer ZxRHtPacwUY unsplash 834x1024 1

Der schmale Grad zwischen Selbstfindung und Selbstoptimierung

Selbstfindung kann eng mit dem Druck zur Selbstoptimierung verbunden sein. Oftmals fühlen wir uns motiviert, uns selbst zu verbessern und unsere Ziele zu erreichen, was zu einem gewissen Druck führen kann, immer besser zu werden. In diesem Prozess ist es jedoch wichtig, auf sich selbst zu achten und sich nicht zu überfordern. Selbstfindung sollte nicht zu Stress und Druck führen, sondern vielmehr zu einem ausgewogenen und gesunden Streben nach persönlichem Wachstum und Erfüllung. Es ist entscheidend, sich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.

Insgesamt bleibt die Reise zur Selbstfindung eine lohnende und wichtige Erfahrung, die dazu beitragen kann, ein tieferes Verständnis für sich selbst und sein Leben zu entwickeln.

Vom Streben zum Sein: Wie du ein erfülltes Leben lebst

Lass uns gemeinsam erkunden, wie das Hier und Jetzt uns mit Sinn erfüllen kann und was es wirklich bedeutet, ein erfülltes Leben zu führen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Brauche ich einen Sinn?

Dazu kann uns eine Studie weiterhelfen, die sich ältere Menschen und deren Sinn im Leben angeschaut hat. Die Studie zeigt: Altere Menschen, die in ihrem Leben keine Bestimmung angeben konnten, starben im Schnitt doppelt so schnell. Lebenssinn scheint also nicht nur eine abstrakte Idee zu sein, er kann sich sogar auf die Lebenserwartung auswirken. Es gibt auch Hinweise, dass ein sinnerfülltes Leben vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen kann. Aber Sinn im Leben kann nicht nur Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit haben, sondern auch auf unser emotionales Wohlbefinden: In schweren Zeiten gibt uns der Lebenssinn einen Grund durchzuhalten.

ivana cajina dnL6ZIpht2s unsplash 834x1024 1

Ist Sinn gleich Glück?

Unsere Gesellschaft ist stark auf die Verfolgung von Glück ausgerichtet. Die Vorstellung, dass der Sinn des Lebens im Glücklichsein liegt, wirft eine wichtige Frage auf: Was hat mich denn bisher tief verändert? Wichtige Ereignisse im Leben sind nicht ausschließlich das Resultat glücklicher Momente, sondern umfassen oft auch zum Beispiel schmerzhafte oder traurige Erfahrungen, die einen prägenden Einfluss auf unser Leben haben. Es ist an der Zeit, die Annahme zu verwerfen, dass wir ständig nur glücklich sein müssen.

Das zeigen auch wissenschaftliche Untersuchungen zum Glück. Je mehr wir nach Glück streben, desto weniger gelingt es uns, dieses tatsächlich zu erleben. Die Erwartungen an das Glück, sei es durch beruflichen Erfolg, Abschlüsse oder andere Meilensteine, können uns davon abhalten, die Freuden des gegenwärtigen Moments zu erkennen.

Der Sinn des Lebens liegt nicht zwangsläufig im permanenten Streben nach Glück. Hat unser Leben Sinn, können wir auch schwierige Momente meistern. Es wird immer Abschnitte in unserem Leben geben, in denen wir harte Zeiten überstehen müssen und wenn wir einen Sinn in unserem Leben sehen, dann haben wir einen Grund, diese zu überstehen. Das Aufgeben der Vorstellung, immer nur glücklich sein zu müssen, ermöglicht uns, das volle Spektrum des Lebens zu erfassen – mit all seinen Höhen und Tiefen.

Was gibt uns Sinn?

Dass uns die Suche nach dem Sinn als Menschheit beschäftigt, spiegelt sich auch in der wissenschaftlichen Forschung wider. Es wurden vier Facetten von Sinn gefunden:

Zugehörigkeit

Die Bedeutung von Zugehörigkeit manifestiert sich durch ein Gefühl der Verbundenheit, das Bewusstsein, einen Platz in der Welt zu haben und sich irgendwo dazugehörig zu fühlen.

Bedeutsamkeit

Bedeutsamkeit offenbart sich in den Konsequenzen unserer Handlungen und der Resonanz, die wir daraufhin erfahren. Die Gewissheit, dass unsere Taten Auswirkungen in unserem Leben haben, trägt maßgeblich dazu bei, einen tieferen Sinn in unserem Handeln zu erkennen.

Kohärenz

Kohärenz bedeutet, das eigene Leben als stimmig und passend zu empfinden. Zum Beispiel, wenn wir uns authentisch zeigen können und das Gefühl haben, uns nicht verstellen zu müssen.

Orientierung

Hier stellt sich die Frage nach der Richtung in unserem Leben. Es geht darum, herauszufinden, wohin wir eigentlich möchten und ob unsere Handlungen in eine Richtung führen, die zu uns passt.

yogendra singh SJIJ5LQly90 unsplash 834x1024 1

Mit zwei Fragen zu einem erfüllten Leben

Viele Menschen strukturieren ihr Leben um konkrete Ziele: „Noch eine Klausur, dann habe ich es geschafft.“ Oder: „Wenn ich einen gut bezahlten Job habe, dann werde ich ein erfülltes Leben führen.“ Oder sogar: „Wenn ich in einer Beziehung bin, dann wird es mir gut gehen.“ Das Leben ist oft auf eine mögliche Zukunft fokussiert und wir neigen dazu, in „Wenn… dann…“ – Mustern zu denken. Nimm dir einen Moment und überlege, ob auch du schon einmal in einem solchen Muster gedacht hast.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass das Leben im gegenwärtigen Moment geschieht – es gibt keinen spezifischen Zeitpunkt, an dem man alles erreicht hat oder an dem das Leben plötzlich erfüllt ist. Es gibt keine Endstufe, die erreicht werden muss.

Aller Anfang ist schwer und die Suche nach einem erfüllten, sinnvollen Leben kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Entscheidend ist, herauszufinden, was einem im Kern wichtig ist und was man wirklich im Leben möchte. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, sich seiner inneren Werte bewusst zu werden. Stelle dir daher die folgenden zwei Fragen:

1. Was sind Werte in meinem Leben, nach denen ich leben möchte?

2. Wie kann ich diese Werte noch mehr in mein Leben einbringen?

So findest du deine Werte

Sich seinen eigenen Werten bewusst zu werden, erfordert einige Selbstreflexion und vor allem auch Zeit. Es kann dabei hilfreich sein, sich einige Fragen zu stellen:

Was würde ich machen, wenn ich in zwei Jahren tot bin?

Diese Frage zielt darauf ab, deine Prioritäten zu klären. Überlege, welche Dinge oder Aktivitäten dir wirklich wichtig sind und ob du gerade auf dem Weg bist, diese zu verwirklichen. Es kann helfen, deinen Fokus auf das Wesentliche zu lenken.

Was mache ich, wenn keiner zuguckt?

Handlungen, die du ohne sozialen Druck durchführst, können dir zeigen, welche Tätigkeiten oder Prinzipien dir intrinsisch wichtig sind.

Wie möchte ich von anderen wahrgenommen werden?

Überlege dir zudem auch welche Eigenschaften und Handlungen dir an anderen wichtig sind.

Was motiviert mich im Alltag?

Wenn du verstehst, was dich antreibt, kannst du bewusster Entscheidungen treffen, die mit deinen inneren Werten im Einklang stehen.

Welche Entscheidungen bereue ich nicht?

Denke über Entscheidungen nach, die du in der Vergangenheit getroffen hast und bei denen du ein gutes Gefühl hattest.

Hier sind zehn mögliche Werte, die Menschen haben können:

1. Soziales Miteinander

2. Wohlwollen gegenüber anderen

3. Freundschaft und Familie

4. Offenheit für neue Erfahrungen

5. Mitgefühl und Empathie

6. Genussfreude

7. Dankbarkeit

8. Authentisch sein

9. Nach Freiheit streben

10. Verantwortung tragen

6 Credits Susanne Wysocki 834x1024 1

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Werten. Das hier war nur eine kleine Auswahl. Einen tieferen Einblick in das Thema Werte findest du im neuen Buch „Fühl dich ganz“ von Lukas Klaschinski. Dort befasst er sich ausführlich mit allem rund um das Thema Sinn des Lebens und teilt dabei auch spannende, ganz persönliche Erfahrungen.

Wie fühlst du dich?

Um ein sinnerfülltes Leben zu leben, ist es ganz entscheidend, uns unseren Gefühlen bewusst zu sein. Unangenehme Gefühle werden oft verdrängt. Damit verwehren wir uns allerdings, unser gesamtes Ich zu spüren und uns selbst zu entdecken. Das Leben fühlt sich dann weniger lebendig an. Wissenschaftliche Studien aus der Corona-Pandemie haben gezeigt: Gerade die Bereitschaft, mit Gefühlen umzugehen, ist ein wichtiger Faktor für das psychische Wohlbefinden. Oder wie Lukas in seinem neuen Buch so schön schreibt:

„Wenn wir nicht die gesamte Palette unserer Gefühle wahrnehmen, sind wir wie im Autopilot in unserem Leben unterwegs“

Lukas vermittelt in seinem Buch, was es eigentlich bedeutet, wirklich zu fühlen, und eröffnet damit einen tiefen Einblick in die Welt der Emotionen.

Im Kern geht es also darum, gefühlsbereiter zu sein und achtsam mit sich umzugehen. Das bedeutet, alle Gefühle zuzulassen, auch solche wie Scham, Verletzlichkeit oder Trauer. Es ist möglich, dass dabei der Wunsch aufkommt, diese neuen Gefühlserfahrungen zu vermeiden. Das ist anfänglich völlig normal, denn Veränderungen benötigen Zeit. In diesem Prozess ist es auch hilfreich, sich zu fragen: Traue ich mir schon zu, mit diesen neuen Gefühlen umzugehen?

guilherme stecanella EefsBN5B5GE unsplash 834x1024 1

Weitere Schritte auf der Suche nach dem Sinn

Ein entscheidendes Element auf dem Weg zum Sinn ist deine Selbstwirksamkeit. „Selbstwirksam zu sein” bedeutet die feste Überzeugung zu haben, das eigene Leben beeinflussen zu können und ist eng mit der Fähigkeit verbunden, Herausforderungen zu bewältigen. Gut zu wissen: Selbstwirksamkeit kann gelernt werden! Ein weiterer bedeutender Faktor ist der persönliche Handlungsspielraum. Ein größerer Handlungsspielraum ermöglicht es, das Leben aktiv zu gestalten und Entscheidungen im Einklang mit persönlichen Werten zu treffen. Der individuelle Handlungsspielraum variiert von Person zu Person und wird auch von äußeren Rahmenbedingungen beeinflusst.

Falls du nach dem Lesen immer noch unsicher bist, wie du den Sinn deines Lebens finden kannst, haben wir hier noch einige Tipps für dich gesammelt:

Austausch mit vertrauten Menschen: Suche den Dialog mit Freund:innen oder Familie, die dich gut kennen. Frage sie nach ihren Meinungen zu deinen Stärken, Schwächen und Leidenschaften. Ihre Einsichten könnten dir neue Erkenntnisse über dich selbst liefern. Die Devise ist: Perspektive wechseln!

Experimentiere und wage Neues: Trau dich, aus deiner Komfortzone auszubrechen. Probiere neue Aktivitäten, Hobbys oder sogar Berufe aus. Manchmal liegt der Sinn des Lebens in unerwarteten Erfahrungen und Herausforderungen.

Zeitreise in die Vergangenheit: Reflektiere über deine Kindheitsträume und die Dinge, die dir früher Freude bereitet haben. Was hast du früher gerne gemacht? Was wolltest du als Kind werden? Und wieso?

Coaching und Psychotherapie: Professionelle Unterstützung kann dir dabei helfen, mehr über deine Gefühle und Bedürfnisse zu lernen und dich auf deinem Weg begleiten.

Denke daran, dass die Suche nach dem Sinn ein fortlaufender Prozess ist. Es ist völlig normal, dass sich die Antworten im Laufe der Zeit ändern. Sei geduldig mit dir selbst und gib dir die Möglichkeit, zu wachsen und zu lernen.

Mutter und Kind umarmen sich im Schnee

Bist du auf der Suche nach einem GEschenk?

Verschenke in diesem Winter einen Online-Kurs der Stefanie Stahl Akademie an deine Lieben und unterstütze sie damit auf dem Weg zu einem gestärkten Selbstwertgefühl, stabilen Beziehungen oder beim Überwinden ihres Liebeskummers.