Gefühle

Rollen in Beziehungen: Wie sie deine Beziehung mehr beeinflussen als du denkst

Warum ziehe ich immer wieder denselben Beziehungstyp an? Warum verliere ich mich in der Nähe oder ziehe mich zurück, wenn es ernst wird?

Wenn dir solche Fragen bekannt vorkommen, bist du nicht allein. Beziehungen wirken wie emotionale Spiegel. Sie zeigen dir nicht nur deine Wünsche, sondern auch deine unbewussten Rollen. Diese Muster stammen oft aus der Kindheit und können Nähe, Freiheit und Selbstwert blockieren. In diesem Beitrag erfährst du:

  • Welche typischen Rollen in Beziehungen auftreten
  • Wie du deine eigene Rolle erkennst und auflöst
  • Wie du mir “Innerer Kind”-Arbeit zu echter Verbindung findest.

Inhaltsverzeichnis

Woher kommen Rollen in Beziehungen? Der Ursprung in der Kindheit

Bereits in der Kindheit lernen wir, wie wir Aufmerksamkeit, Liebe und Zugehörigkeit erhalten:  “Wenn ich lieb bin, bekomme ich Aufmerksamkeit” oder “Ich muss stark sein, sonst geht hier alles schief”. Aus diesen Glaubenssätze entwickeln sich unbewusst innere Rollenbilder, die uns bis ins Erwachsenenleben begleiten. In Beziehungen greifen wir dann unbewusst auf diese alten Muster zurück: Wir übernehmen Verantwortung, vermeiden Konflikte oder passen uns zu sehr an.

Typische Rollen aus der Kindheit

  • Der Held / Die Heldin: übernimmt früh Verantwortung, strebt nach Anerkennung durch Leistung, unterdrückt dabei eigene Ängste.
  • Das verlorene Kind: zieht sich zurück, wirkt unauffällig, fühlt sich unsichtbar und bedeutungslos, meidet Konflikte und Sichtbarkeit.
  • Der Clown / Das Maskottchen: humorvoll, auffällig, lenkt mit Witz von Familienschmerz und Unsicherheiten ab, wird später oft als anstrengend empfunden.
  • Der Sündenbock / Das schwarze Schaf: rebellisch, trotzig, sucht negative Aufmerksamkeit, wird zum “Symptomträger” der Familie oder provoziert, um nicht übersehen zu werden.

Rollen in Beziehungen: Visualisierung typischer Kindheitsrollen und deren Auswirkungen auf Partnerschaften.

Diese Rollen sind aus (Selbst-)Schutz entstanden. Doch wenn sie in Beziehungen unbewusst weiterwirken, verhindern sie gesunde Nähe und Augenhöhe. 

Wenn Rollen in Beziehungen zu Identität werden: Leistung, Anpassung und Selbstverlust 

Viele Menschen definieren sich über Leistung oder Anpassung – auch in der Partnerschaft. Sie übernehmen zu viel, sagen selten “Nein” und fühlen sich dennoch nicht gesehen. 

Typische Anzeichen:

  • Du fühlst dich verantwortlich für alles.
  • Du bekommst Schuldgefühle, wenn du dich abgrenzt.
  • Du hoffst auf Anerkennung und bist enttäuscht, wenn sie ausbleibt.

Hinter diesem Verhalten steckt meist ein Glaubenssatz: “Nur wenn ich funktioniere, werde ich geliebt”. Doch Liebe, die du dir verdienen musst, ist keine echte Nähe. 

Beispiel: Wenn Perfektion die Beziehung dominiert

Lisa, 34, managt in ihrer Partnerschaft alles: Urlaube, Arzttermine, Familienfeiern. Sie sagt nie Nein, übernimmt alles allein. Als sie vor Erschöpfung zusammenbricht, erkennt sie: Hinter ihrem Pflichtbewusstsein steckt die Angst, nicht geliebt zu werden. Diese Erkenntnis markiert ihren Wendepunkt. 

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“Innere Kind”-Arbeit: Raus aus Rollen in Beziehungen, rein in deine Kraft

Das innere Kind ist der Teil in dir, der verletzt, ängstlich oder überangepasst reagiert. Durch gezielte Arbeit kannst du lernen, alte Schutzstrategien zu erkennen und loszulassen. 

Im Video-Kurs Das Kind in dir muss Heimat finden lernst du:

  • Wie du dein inneres Kind verstehst und versorgst
  • Wie du deinen Selbstwert unabhängig von deiner Rolle entwickelst
  • Wie du neue, gesunde Beziehungsmuster aufbaust

Hier klicken und mehr über den Selbstwert-Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden” erfahren! 

Ungleichgewicht in Beziehungen erkennen und verändern

Starre Rollen führen fast immer zu Ungleichgewicht. Wenn eine:r immer mehr trägt und die/der andere sich zurücklehnt, kippt das Gleichgewicht. So gerät die Beziehung in eine Schieflage. Diese Dynamiken entstehen oft durch festgefahrene Rollen in Beziehungen. 

Typische Konstellationen:

  • Eine:r sorgt, der andere konsumiert.
  • Eine:r reguliert Emotionen, die/der andere lebt sie ungefiltert aus.
  • Eine:r plant und organisiert, die/der andere “geht mit”.

In drei Schritten zum Perspektivwechsel

  1. Erkenne deine Rolle: Wann hast du sie gelernt? Wovor schützt sie dich?
  2. Kommuniziere offen: Mit Ich-Botschaften statt Vorwürfen
  3. Übe dich in neuen Mustern: Lass Verantwortung los, teile Aufgaben, erlaube dir Rückzug. 

Erkenne die Rollen in Beziehungen: Welche Rolle trage ich (noch)?

Die Rollen in Beziehungen verstehen und erkennen. Finde heraus welche Rolle du einnimmst.

Raus aus der Rolle, rein ins echte Ich: Dein Weg in neue Beziehungsmuster

Die Rollen in Beziehungen aufzugeben heißt nicht, egoistisch zu sein. Es bedeutet, bewusster zu wählen, wie du dich einbringen willst – ohne dich dabei zu verlieren

Stelle dir Fragen wie: : 

  • Wer bin ich eigentlich außerhalb meiner Funktion? 
  • Wie würde ich mich verhalten, wenn ich mich sicher fühle? 

Die Rollen in Beziehungen auflösen: Impulse für deine persönliche Entwicklung:

  • Führe ein Rollentagebuch: Wann funktionierst du? Wann fühlst du dich echt/authentisch?
  • Arbeite mit deinem inneren Kind. (z. B. durch geführte Meditationen oder Übungen aus dem Video-Kurs “Das Kind in dir muss Heimat finden”)
  • Nutze Selbstmitgefühls-Übungen, indem du dir selbst die Anerkennung gibst, die du im Außen suchst und erlaube dir Fehler zu machen. Reflektiere: Was würdest du deinem besten Freund in deiner Lage sagen?
  • Etabliere neue Routinen für deine Selbstfürsorge: kleine Momente im Alltag, in denen du dich selbst ernst nimmst und um dich kümmerst.
  • Sprich offen mit Menschen, denen du vertraust, über das, was du gerade über dich lernst.

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Fazit: Rollen in Beziehungen loslassen für mehr Nähen und Selbstwert

Rollen in Beziehungen entstehen oft aus einem guten Grund, doch sie können zur Last werden. Wenn du beginnst sie zu hinterfragen, öffnet sich ein Raum für echte Begegnug und Verbindung.

Dein inneres Kind braucht keine Leistung – es braucht Zuwendung. Du darfst deine Rolle verlassen. und du darfst Nähe neu gestalten – frei, bewusst und in Balance. 

Entdecke jetzt den Video-Kurs “Beziehungen auf Augenhöhe” – für sichere Bindung, Selbstwert und emotionale Freiheit in deiner Partnerschaft. Hier klicken und mehr über die Kursinhalte erfahren. 

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Zusammengefasst

Warum halten wir an Rollen in Beziehungen fest, obwohl sie uns schaden?

Weil diese Rollen einst ein Schutz waren. Sie haben dir geholfen, in deiner Ursprungsfamilie zu funktionieren oder emotionale Sicherheit zu finden. Dein System wiederholt diese Strategie noch, weil es glaubt, dass du sie heute noch brauchst. Veränderung braucht Verständnis, Mitgefühl und neue Erfahrungen.

Mein Partner / Meine Partnerin hinterfragt nicht seine/ihre Rolle in Beziehungen. Was tun? 

Du kannst niemanden zwingen, sich zu reflektieren. Aber du kannst bei dir anfangen. Wenn du deine Rolle veränderst, verändert sich oft auch die Beziehungsdynamik. Transparenz, Gespräche ohne Vorwurf und der eigene Wandel können dein Gegenüber inspirieren

Wie finde ich heraus, welche Rolle ich in Beziehungen einnehme?

Frage dich: Welche Aufgaben übernimmst du automatisch? In welchen Momenten fühlst du dich erschöpft, überfordert oder missverstanden? Welche Erwartungen hast du an dich selbst in deiner Beziehung? Oft zeigen sich die Muster in genau diesen Fragen.

 

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