Innere Stärke

Innere Stärke aufbauen: 6 Strategien, um in schwierigen Momenten bei dir zu bleiben

Manchmal fordert uns das Leben so heraus, dass wir genau das verlieren, was wir am meisten bräuchten: die Verbindung zu uns selbst. Statt innerlich Halt zu geben, passen wir uns an, funktionieren weiter, ignorieren unsere Grenzen oder brechen innerlich zusammen. Doch gerade in diesen Momenten entscheidet sich, wie viel Halt wir uns selbst geben können. Innere Stärke bedeutet nicht, keine Schwäche zu zeigen. Es bedeutet, dir selbst treu zu bleiben, gerade dann, wenn es darauf ankommt.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was innere Stärke wirklich bedeutet 
  • Warum du dich in Stresssituationen oft selbst verlässt
  • Wie du dich wieder mit dir verbindest 
  • 6 konkrete Strategien, um deine innere Stärke im Alltag zu verankern

Inhaltsverzeichnis

Was ist innere Stärke?

Innerer Stärke ist nicht Härte oder Durchhalten um jeden Preis. Sie zeigt sich, wenn wir auch in schwierigen Situationen verbunden mit uns selbst bleiben – statt in alte Überlebensmuster wie Rückzug, Anpassung oder Selbstkritik zu fallen. Psychologisch betrachtet ist sie eng mit Resilienz verknüpft. Also der Fähigkeit, Krisen nicht nur zu überstehen, sondern dabei in Kontakt mit sich selbst zu bleiben. Das erfordert Selbstmitgefühl, emotionale Präsenz und die Bereitschaft, sich selbst Halt zu geben, wenn es darauf ankommt.

Strategie 1: Spüre deine Grenzen und setze sie

Innerlich starke Menschen sagen Nein, auch wenn es leichter wäre, Ja zu sagen. Viele merken erst hinterher, dass sie ihre eigenen Signale übergangen haben. Dabei sendet der Körper oft deutliche Botschaften: Enge im Hals, Ziehen im Bauch, innere Unruhe, plötzliche Erschöpfung.

Warum das wichtig ist: Aus psychologischer Sicht sind diese Empfindungen Frühwarnsysteme deines Nervensystems. Sie zeigen dir, wenn deine Grundbedürfnisse nach Sicherheit und Autonomie verletzt werden. Wer lernt, diese Signale ernst zu nehmen, schützt sich selbst. Tipp: Achte bewusst auf die Warnzeichen. Dein Körper spricht, lange bevor dein Kopf versteht, was los ist. Eine gesetzte Grenze ist kein Angriff, sondern ein Akt der Fürsorge.

Grafik zeigt körperliche Warnsignale wie Gedankenrasen, Engegefühl oder Erschöpfung, typische Hinweise darauf, dass innere Stärke gerade fehlt.

Strategie 2: Übe dich in Selbstfreundlichkeit

Wahre Stärke zeigt sich nicht in perfekter Leistungsfähigkeit, sondern darin, dass du dir zuhörst, wenn es schwer wird. Selbstfreundlichkeit bedeutet dir den Trost zu schenken, den du sonst nur anderen gibst: 

Zum Beispiel:

  • “Es ist okay, dass du gerade überfordert bist”.
  • “Du musst nicht perfekt sein, um wertvoll zu sein”.
  • “Ich bin bei dir, auch wenn es wackelt”.
  • “Du darfst traurig sein und dich trotzdem mögen”.
  • “Heute ist schwer. Aber du musst da nicht allein durch”.

Strategie 3: Halte dich selbst in Krisen

Wenn alles in dir weglaufen will, bleib. Nicht, um das Gefühl wegzumachen, sondern um es bewusst zu spüren. 

Frage dich: “Was ist gerade da? Wo spüre ich es? Und was brauche ich wirklich?”

Viele haben nie gelernt, mit einem starken Gefühl zu bleiben, ohne es zu unterdrücken oder sich abzulenken. Aber genau hier beginnt innere Stärke: bei der Fähigkeit, präsent zu bleiben, statt zu flüchten. 

Mini-Übung: 

  • Lege eine Hand auf dein Herz und die andere auf deinen Bauch. 
  • Spüre deinen Atem. 
  • Sag dir innerlich: “Ich bin da. Ich halte das aus. Ich muss gerade nichts tun, ich muss nur da sein.” 
  • Bleibe ein paar Atemzüge lang in diesem Kontakt mit dir. 

Strategie 4: Kenne deine alten Überlebensmuster

Sich selbst zu verlassen, indem man innerlich abschaltet, sich anpasst oder funktioniert, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schutzmechanismus. Viele haben diese Muster als Kinder entwickelt, um in einer unsicheren Umgebung emotional zu überleben. 

Beispiele für Strategien des inneren Kindes:

  • Das “brave Kind”, das keine Probleme macht
  • Das “angepasste Kind”, das Erwartungen erfüllt
  • Das “unsichtbare Kind”, das sich zurückzieht

Innere Stärke heißt, diese Muster zu erkennen und zu fragen: 

  • “Was hat mein inneres Kind damals gebraucht?”
  • “Was davon ist heute noch relevant?”

So kannst du alte Reflexe entkoppeln und neue, selbstbestimmte Antworten finden.

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Strategie 5: Finde kleine Anker im Alltag

Innere Stärke wächst nicht nur in großen Krisen, sondern in kleinen, bewussten Entscheidungen: 

  • ein ehrliches Nein
  • ein Moment der Stille vor einer Antwort
  • ein Satz am Morgen wie: “Heute wähle ich mich”.
  • ein Stein in der Hosentasche, der dich daran erinnert, durchzuatmen
  • ein Duftöl oder Song, der dich zurück zu dir holt.
  • Diese  Mini-Anker wirken wie mentale Wegweise zurück zu dir selbst – gerade dann, wenn es Außen laut wird. 

Strategie 6: Wähle dich jeden Tag neu

Innere Stärke ist keine einmalige Errungenschaft. Sie ist eine tägliche Entscheidung: “Ich verlasse mich nicht mehr, wenn es schwer wird”. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Präsenz. Darum, dir selbst das zu geben, was du als Kind gebraucht hättest und dich selbst zu halten, auch wenn es wackelt. 

Fazit: Innere Stärke ist die Entscheidung, dich selbst nicht mehr zu verlassen

Innere Stärke heißt nicht, nie zu fallen, sondern immer wieder zu dir zurückzukommen. Sie ist ein Prozess, ein tägliches Üben, ein inneres Commitment: “Ich bin für mich da – immer”. So baust du Schritt für Schritt das auf, was dich durch jede Krise trägt.  

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Zusammengefasst

Was ist der Unterschied zwischen innerer und äußerer Stärke?

Äußere Stärke zeigt sich meist im Außen: in Erfolg, Durchhaltevermögen, Leistung. Sie ist sichtbar,t aber oft vom Außen abhängig. Innere Stärke dagegen ist stiller. Sie zeigt sich, wenn du dir selbst Halt gibst, während alles andere wankt. 

Wie merke ich, ob ich wirklich innere Stärke habe?

Frag dich: “Kann ich in schwierigen Momenten bei mir bleiben? Fühle ich meine Gefühle oder funktioniere ich nur? Kann ich mir selbst Halt geben, statt ihn immer im Außen zu suchen?” Wenn du manchmal mit Ja antwortest, ist deine innere Stärke bereits da und sie wächst mit jeder bewussten Entscheidung für dich

Was hat das innere Kind mit innerer Stärke zu tun?

Das innere Kind steht für deine frühen Prägungen und für all das, was dir damals gefehlt hat. Wenn du lernst, dein inneres Kind ernst zu nehmen, zu trösten und ihm Halt zu geben, reparierst du innerlich etwas. Innere Stärke heißt: “Ich bin heute für mich da, auch für die verletzlichen Anteile in mir”.

 

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